*Das Interview*

EXKLUSIV 

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diesmal mit Bernhard Peters neuer Direktor Sport beim HSV


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Er hat jetzt beim Nachwuchs das Sagen. Der neue Direktor Sport Bernhard Peters (54) wird den HSV im Jugendbereich grundlegend neu aufstellen, für neue Strukturen und klare Vorgaben sorgen. Spricht über...

... die ersten Maßnahmen beim HSV: „In allen Bereichen muss man eine Analyse machen. Dieser Prozess wird ein wenig länger dauern. Der HSV ist ein großer Verein, das ist eine kommunikative Aufgabe für mich. Ich benötige ein Team von Koordinatoren und möchte in allen Bereichen Team-Leader aufbauen.“

... sein Konzept: „Die Trainer sollen Entscheider auf dem Platz haben. Jungs, die eine gewisse Selbstständigkeit an den Tag legen. Das muss man im Jugendbereich entwickeln. Wenn Spieler nur morgens zum Training fahren und wieder nach Hause gehen, dann kann es keine Jungs geben, die reflektieren. Man muss sie dahingehend entwickeln. Dazu gehört vor allem soziale Kompetenz und Entscheidungskompetenz. Ich will, dass Jugendtrainer erzieherisch wirken, klare Werte vorleben und sich nicht als reine Übungsleiter verstehen.“

... die Auswahl von Talenten: „Das Scouting darf nicht nur auf der fachlichen Ebene stattfinden, sondern muss auch auf der sozialen Ebene geschehen.“

... seine Arbeitsweise: „Ich arbeite sechs Tage die Woche. ,Suche dir eine Arbeit, die du liebst und du brauchst nie mehr zuarbeiten', hat Konfuzius gesagt. Ich habe vor, regelmäßig die Spiele aller Mannschaften zu sehen.“

... seine ersten Eindrücke: „Ich sehe jetzt schon viele Dinge, wo die Leute einen guten Willen haben, aber die Enden nicht zusammenpassen. Die eindeutige durchlässige Kultur in allen Bereichen fehlt noch. Es gibt beim HSV viele kompetente Leute, aber man muss sie begeistern und ihnen einen Rahmen geben.“

... die Entwicklung von Trainern: „Ich versuche Trainer zu begleiten. Sie sollen lernen sich selbst zu reflektieren. Ich will sie weiterentwickeln. Da habe ich konkrete Vorstellungen. Früher habe ich Spieler gecoacht, heute coache ich Trainer.“

... Kontinuität im Verein: „Grundsätzlich braucht ein Verein, der erfolgreich sein will, Kontinuität. Das macht der FC Barcelona vor. Da werden die Trainer für die nächsthöhere Mannschaft aus dem System entwickelt. Da gibt es klare Vorgaben und davon kann man lernen.“

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diesmal mit Stefan Kohlfahl Leiter der Real Madrid Foundation Clinics Germany

Die unzähligen Bildungstrips in die Jugendakademien der großen europäischen Vereine, teils schlaflose Nächte im Gedankengefängnis, Hunderte Stunden des Kopfzerbrechens und des Aufzeichnens seiner Ideen waren nicht vergeblich. Irgendwann im vergangenen Jahr war Stefan Kohfahl von seinem Konzept restlos überzeugt. Er verschickte es unter anderem nach Mailand, Valencia und eben Madrid. "Sechs der besten zehn Vereine aus dem UEFA-Ranking haben mir zugesagt", berichtet der 45-Jährige stolz.

"Die Besten dürfen nach Madrid"

Stefan Kohfahl © privat Fotograf: privat
Kohfahl war zuletzt mehrfach in Madrid und besuchte dabei auch das Estadio Santiago Bernabéu, die Arena von Real.

Der Fünftliga-Trainer aus Hamburg hat dabei keine bahnbrechende Erfindung gemacht. Er hat die gängigen Konzepte der Profivereine nur ein wenig modifiziert. "35 von 36 Bundesligisten haben Fußballcamps, dort sitzt überall die Marketingabteilung vor. Das heißt, dort gibt es Schwerpunkte wie Fanbindung, Markenbildung, aber weniger sportliche Aspekte. Die bringen wir auf jeden Fall mit rein. Wir haben eine Pyramide, wo nachher die Besten nach Madrid dürfen. Da wir mit dem Namen Real Madrid einen sehr guten Zugang zu den Kindern haben, versuchen wir auch, soziale Werte zu vermitteln. Wir haben ein Ernährungsprogramm mit dem Kempinski-Hotel zusammen entwickelt. Zudem legen wir viel Wert auf Sachen wie Teamplay, Respekt, gewinnen und verlieren können. Der Fokus liegt absolut auf Fußball", erklärt der Sportwissenschaftler. Und es gibt da noch diese Hoffnung. Die Hoffnung, ein Toptalent irgendwo im deutschen Flachland zu entdecken. "Zeigt den Königlichen, dass ihr das Zeug zum Weltstar habt", lautet der Werbespruch der royalen Schule.

HSV verärgert über Reals Abwerbungsversuche

Stefan Kohfahl hat von Bottrop bis Garmisch-Partenkirchen Partnervereine für Real gefunden. Darunter ist mit dem Greifswalder SV auch ein Club, der bisher mit dem Hamburger SV zusammenarbeitete. Das klingt zunächst nicht sonderlich dramatisch. Der Bundesligist hat derzeit weitaus größere Sorgen. Und doch sind sie beim HSV so richtig sauer auf Stefan Kohfahl. Den Ex-Mitarbeiter Stefan Kohfahl. Vier Jahre lang hatte er bei ihnen Camps geleitet. Simon Köster, Chef der HSV-Fußballschule, machte seinem Unmut über weitere angebliche Abwerbungsversuche des Neu-Madrilenen dann auch via "Bild" Luft: "Wir empfinden es als nicht glücklich, wenn unsere Trainer angesprochen werden. Das ist kein guter Stil." Die Replik von Stefan Kohfahl fällt sehr sachlich aus. "Wir wollen mit keinem anderen Bundesligisten in Konkurrenz treten. Wir haben andere Ideen und Werte", sagt er.

Bis zu 50 Interview-Anfragen wöchentlich

 

Es gab Zeiten, in denen reagierte der Übungsleiter auf derartige Vorwürfe sehr dünnhäutig. Der Coach Stefan Kohfahl war nicht immer ein Diplomat. Er polterte dann so richtig los, schimpfte zuweilen, als habe sich alles gegen ihn und seinen Oststeinbeker SV verschworen. Vergangenheit. Seitdem der Vertrag mit Real unterzeichnet und damit ein "Lebenstraum" für den 45-Jährigen in Erfüllung gegangen ist, hat sich alles geändert. "Man wird zu einer Person des öffentlichen Lebens. Ich muss mit mehr Bedacht arbeiten, bin sehr vorsichtig", erklärt Stefan Kohfahl. Bei 80 Partnervereinen, die er für die Madrider Fußballschule gewonnen hat, gibt es viele Medien, die neugierig nachfragen. Bis zu 50 Interview-Wünsche trudeln ein. Wöchentlich. Deswegen hat Stefan Kohfahl nun ein Beraterteam engagiert. "Das würde mir sonst über den Kopf wachsen", sagt er. Sein altes Leben hat der 45-Jährige aber noch nicht ganz hinter sich gelassen. Noch bis zum Saisonende ist er Trainer des Oststeinbeker SV. Dann beginnt eine neue Regentschaft in der Fußball-Provinz. Ohne König, aber hin und wieder mit royalem Touch. "Ich werde mich weiter auf den Sportplätzen blicken lassen. Denn ich möchte mich ja nicht komplett verändern und in eine neue Welt tauchen", sagt der Mann, der es aus der Fünften Liga zu Real Madrid geschafft hat.

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diesmal mit Roland Eitel, Organisator des Mercedes-Benz-Junior-Cup.

Roland Eitel
Roland Eitel

 

Acht Mannschaften aus fünf Ländern – die 24. Auflage des Mercedes-Benz-Junior-Cup in Sindelfingen (5./6. Januar 2014, live bei Sport1) steht für Jugendfußball von internationaler Klasse. Das U19-Turnier vor den Toren Stuttgarts war schon die Bühne vieler späterer Superstars. Roland Eitel (55, Foto) gehört vom Start weg zu den Machern.

 

Herr Eitel, Franz Beckenbauer sieht den Mercedes-Benz-Junior-Cup als „ideale Bühne“ für junge Spieler, Oliver Bierhoff spricht von „einer idealen Standortbestimmung für den deutschen Nachwuchs“ – wie schätzen Sie den sportlichen Stellenwert des Turniers ein? 

 

Roland Eitel: Der Stellenwert ist hoch, weil das Turnier von einer großen Internationalität geprägt ist. Die besten deutschen Mannschaften fordern internationale Top-Teams heraus, ein Vergleich auf höchstem Niveau, den es sonst beim Hallenfußball nicht gibt. 

 

Der FC Schalke 04 geht als Titelverteidiger an den Start. Die teilnehmenden deutschen Juniorenmannschaften gewannen insgesamt zwölf der letzten 13 Turniere – ein Beweis für die Stärke der „jungen Wilden“? 

 

Eitel: Sagen wir: Ein weiterer Beweis. Vor allem von der Mentalität her. In der Vorrunde waren in der Vergangenheit auch Teams aus Brasilien oder Südafrika stark, aber in den K.o.-Spielen haben sich meistens die deutschen Mannschaften durchgesetzt. 

 

Für viele Beobachter sind die Gäste von Flumenense Rio de Janeiro in diesem Jahr Mitfavorit. Die Brasilianer sind seit dem 2. Januar in Deutschland, tauschten ihre Trainingsstätte, das legendäre Maracana-Stadion, gegen den Glaspalast in Sindelfingen. Ein besonderes Indiz für die hohe Wertigkeit des Wettbewerbs auch im Ausland? 

 

Eitel: Ja. Dass zum Auftakt des WM-Jahrs eine Mannschaft aus Brasilien teilnimmt, hebt das Interesse und ist eine Bereicherung. Fluminense hat mit die beste Jugendarbeit in Brasilien, das ist etwas Besonderes. Vor vier Jahren hatten wir zum Start ins WM-Jahr auch eine Mannschaft aus Südafrika zu Gast. 

 

Wie wichtig ist die Teilnahme des VfB Stuttgart, der schon vier Mal gewinnen konnte, für das Turnier? 

 

Eitel: Der VfB fungiert quasi als „Heimmannschaft“, unabhängig von anderen Dingen sind viele VfB-Fans in der Halle. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic und andere ehemalige Spieler werden auf der Tribüne mit dabei sein… 

 

…wie man hört, reist Fredi Bobic wegen des Turniers erst später ins Trainingslager der VfB-Profis. 

 

Eitel: Das ist richtig und spricht für den Stellenwert des Turniers. Es sind auch noch andere ehemalige Spieler und VfB-Trainer vor Ort wie Ralf Rangnick oder Karlheinz Förster, der Berater von Timo Werner. 

 

Borussia Dortmund stand in Sindelfingen zuletzt 2010 im Finale, veredelte die eigene Jugendarbeit im Sommer 2013 mit dem Rekord-Transfer des in der BVB-Jugend ausgebildeten Mario Götze zum FC Bayern München. Ist Mario Götze ein Musterbeispiel für die Ausbildung im deutschen Jugendfußball? 

 

Eitel: Auf jeden Fall! Neben Mario Götze kann man aber auch viele andere nennen, aktuell auch Timo Werner. Man merkt auch eine Verschiebung, auch beim Turnier. Es spielen oft nicht mehr die besten 19-Jährigen beim Turnier, weil die heutzutage schon mit den Profis unterwegs sind. In den Anfangsjahren des Turniers waren es meist die 19-Jährigen, inzwischen werden die Spieler in den Profimannschaften aber immer jünger. Manuel Neuer war als 16-Jähriger hier. 

 

Manchester United ist erst zum zweiten Mal mit dabei, was können die Fans von den jungen „Red Devils“ erwarten? 

 

Eitel: Mit englischen Mannschaften haben wir wirklich schon alles versucht, über die Kontakte von Jürgen Klinsmann hatten wir Tottenham schon dabei, dazu auch schottische Mannschaften – aber die waren alle relativ erfolglos (lacht). Manchester war schon im letzten Jahr dabei, wurde Siebter und will jetzt unbedingt dieses schwache Gesamtbild der englischen Teams korrigieren. Ansonsten hätten wir wahrscheinlich den FC Arsenal eingeladen… 

 

…was mit Blick auf die deutschen Nachwuchsspieler der „Gunners“ ja auch Sinn gemacht hätte. 

 

Eitel: Exakt. Neben Serge Gnabry sind auch der offensive Mittelfeldspieler Thomas Eisfeld und andere junge deutsche Spieler beim FC Arsenal, das hätte die Attraktivität sicherlich noch mehr gesteigert. Mesut Özil hat ja auch hier gespielt und hat dieses Jahr die Auslosung vorgenommen. Wir versuchen generell, bei dem Turnier eine gewisse Internationalität zu schaffen. Es ist ein großes Netzwerk, über Kontakte zu Guido Buchwald hatten wir auch schon Teams aus Japan am Start. 

 

Hohe Zuschauerresonanzen, Live-Übertragung im Free-TV – was begeistert die Fans in Deutschland am Jugendfußball? 

 

Eitel: Da muss man etwas weiter ausholen… 

 

Gerne. 

 

Eitel: In der Region Stuttgart und Sindelfingen, genau in dieser Halle, findet rund um dieses Turnier auch das größte Hallenfußballturnier Europas mit 220 Mannschaften statt. Dieses begann im Dezember. Mit dieser Sindelfinger Hallen-Gala gibt es praktisch eine Kooperation, was Spielfeld und Aufbau anbelangt. Wir sind sehr stolz, dass wir das Flair eines Jugendturniers beibehalten konnten. Im VIP-Raum gibt es nur Wurst und Maultaschen, also keine Haute Cuisine. Die Spieler werden nicht verhätschelt, aber es wird dennoch ein professionelles Umfeld geboten. Zudem spielen die Azubis von Mercedes-Benz zeitgleich ein eigenes Turnier aus. Der Mercedes-Benz-Junior-Cup ist eine gewachsene Veranstaltung mit vielen Eigenheiten, die typisch für die Region sind. 

 

Können Sie dazu ein paar Beispiele nennen? 

 

Eitel: Gern. Die Nähe zu diesen Spielern macht die Faszination des Turniers aus. In Sachen Fußball ist die Konkurrenz zu Jahresbeginn nicht groß. Dazu die Besonderheit eines Turniers: Bundestrainer Joachim Löw sagt, wenn er an seine Jugendzeit zurückdenkt, fallen ihm als Erstes die Hallenturniere ein und damit liegt er gar nicht so falsch. Das Ganze hat noch das Flair eines Jugendturniers, wie es viele Fans aus ihrer eigenen Zeit als Spieler kennen. 

 

Welche späteren Stars konnten sich in der Vergangenheit schon beim Mercedes-Benz-Junior Cup in Szene setzen? 

 

Eitel: Es waren Spieler, die wir im Sommer sicher bei der Weltmeisterschaft wiedersehen werden, wie Manuel Neuer, Mesut Özil, der in Sindelfingen auch zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde, dazu Benedikt Höwedes, Max Kruse, damals noch Kapitän bei den Junioren von Werder Bremen oder Marcel Schmelzer. Nicht zu vergessen: Mario Gomez und Sami Khedira, die hier mit dem VfB Stuttgart antraten. 

 

Und welchen kommenden Superstar sehen wir in diesem Jahr in Sindelfingen? 

 

Eitel: Schwer zu sagen! Ich weiß es meistens noch nicht mal nach dem Turnier (lacht). Das ist schon nochmal ein weiterer Schritt. Vom Turnier weg gekauft und in den Profifußball geholt wurden in der Vergangenheit Krisztian Lisztes von Ferencvarosi TC aus Ungarn (206 BL-Spiele für Stuttgart, Bremen und Mönchengladbach, d. Red.). Er unterschrieb nach dem Turnier in Sindelfingen einen Profi-Vertrag beim VfB Stuttgart. Ralf Rangnick hat in Diensten von 1899 Hoffenheim bei unserem Turnier Matthias Jaissle noch einmal unter die Lupe genommen und dann verpflichtet. 

 

Auch viele große Trainer waren schon zu Gast… 

 

Eitel: Richtig. Carlos Dunga war hier als Coach, ebenso Thomas Tuchel mit der U19 des VfB Stuttgart, Sascha Lewandowski mit den Junioren von Bayer Leverkusen, Thomas Schaaf mit dem Nachwuchs von Werder Bremen oder Michael Skibbe mit Borussia Dortmund. Christian Streich gewann 2011 mit dem SC Freiburg das Turnier. Zvonimir Soldo war mit Dinamo Zagreb dabei, seiner ersten Trainerstation. 

 

Also mehr als nur ein Geheimtipp für Vereinsscouts und Spielerberater aus aller Welt? 

 

Eitel: Es ist eine gewachsene Sache. Alles, was sonst über Jugendfußball geredet wird, wird hier praktiziert. 

 

Es ist die 24. Auflage des Mercedes-Benz-Junior-Cup. Welche Idee steht hinter dem Turnier und welche Erfolgsfaktoren kommen zusammen? 

 

Eitel: Die Idee war damals, also 1991, dass Mercedes-Benz (Sponsor der DFB-Auswahl seit 1990, d. Red.) etwas zur Talentförderung beitragen wollte. Mercedes-Benz wollte auch bei diesem Engagement ein spezielles Jugendprojekt kreieren und daneben noch den Hochleistungssport mit der Förderung des Auszubildenden-Sports im eigenen Konzern kombinieren. Das Turnier ist das Ergebnis dieses Zusammenspiels und von Anfang an kam dem Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen eine besondere Bedeutung zu. Die Azubis von Mercedes-Benz betreuen zum Teil auch die ausländischen Mannschaften. 

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diesmal mit Mesut Ö. , Co-Trainer FC Viktoria Berlin U19

Mesut Ö.
Mesut Ö.

Mit 22 Jahren hat Mesut einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen. Seit Jahren ist er als Co-Trainer im Berliner Fußball unterwegs. Aktuell mischt er mit der U19 des FC Viktoria 1889 die Regionalliga auf.

 

Mesut Sie sind erst 22 Jahre jung, aber schon lange Trainer. Wie sind Sie dazu gekommen?

 

Mesut: Nachdem ich mit dem Fußball aufgehört hatte, bekam ich von meinem alten Trainer Ercan Yörük das Angebot, als sein Co-Trainer anzufangen. So kam ich in die Trainer-Branche und sammelte meine ersten Erfahrungen bei der U19 des Berliner AK 07.

 

Sie sind bisher ausschließlich in der Jugend Übungsleiter. Aus welchen Gründen?

 

Mesut: Mit 22 im Männerbereich tätig zu sein, wäre in meinen Augen viel zu früh in. Dort hätte ich auch mit Spielern gearbeitet, die ein paar Jahre älter sind als ich und es wäre schwierig, sich so durchzusetzen. Dazu kommt, dass ich im Jugendfußball viel Spaß habe und nicht alles von Anfang an professionell ist. Man erarbeitet sich alles und wird Schritt für Schritt besser. Jugendlichen etwas beizubringen erinnert mich auch meine Zeit als Spieler. Leidenschaft, Entwicklung und Spaß stehen im Vordergrund - im Gegensatz zum Männerbereich.

 

Derzeit sind Sie Co-Trainer der U19-Regionalligamannschaft von Viktoria Berlin. Welche sind dort Ihre Aufgaben?

 

Mesut: Ich habe keine festen Aufgaben. Wir arbeiten als Trainerteam gemeinsam und teilen immer wieder unterschiedlich auf, wer was übernimmt. Woche für Woche arbeiten wir Trainingspläne aus. Das heißt auch, dass Coach Hasan Keskin den Co-Trainern Semih Keskin und mir immer wieder Chancen gibt, das Fachwissen zu zeigen, welches wir uns angeeignet haben.

 

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Keskin und inwiefern haben Sie Einfluss auf zum Beispiel die Taktik?

 

Mesut: Mein Cheftrainer ist für mich mehr als Trainer. Ich sehe ihn wie meinen Vater, denn er hilft mir stets viel. Er engagiert sich nicht nur für die Entwicklung der Spieler, sondern möchte auch, dass sein Trainerteam sich immer weiterbildet. Wir haben eine familiäre Atmosphäre aufgebaut und werten immer die Einheiten oder das Spiel aus. Nicht nur sportlich, sondern auch privat verstehen wir uns gut. Es gibt keine Verbote, also darf ich auch in den Bereichen wie Taktik mitwirken, aber das letzte Wort hat dennoch Hasan Keskin.

 

Mit Viktoria rangieren Sie derzeit auf einen erfolgreichen vierten Tabellenplatz. Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonverlauf?

 

Mesut: Es ist unsere zweite Saison in der zweithöchsten Liga im Jugendbereich. Wir sind sehr zufrieden, denn viele hätten uns nicht zugetraut, dass wir die beste Berliner Mannschaft zur Winterpause sind. Natürlich könnte es besser sein: Wir sind schlecht in die Saison gestartet, haben aber gelernt, nicht an einem Spiel hängen zu bleiben. Wir haben nie zwei Spiele hintereinander verloren. Viel wichtiger ist aber, dass sich unsere Spieler in den letzten sechs Monaten weiterentwickelt haben - nicht nur einzeln, sondern auch mannschaftlich. 

 

Wie oft wird bei Ihnen trainiert, wo liegen die Schwerpunkte und wie werden die Spieler auf die Gegner vorbereitet?

 

Wir trainieren viermal die Woche und in der Vorbereitungszeit zweimal täglich. Dazu kommt, dass wir auch dieses Jahr ein Trainingslager geplant haben - dadurch steigert sich die Teamchemie. Wir achten überwiegend auf uns, dennoch beobachten wir natürlich auch unsere Gegner. Wir teilen uns auf, machen uns Notizen über die Gegner und werten dann aus, wie wir am besten auftreten können. Dabei achten wir natürlich darauf, welcher Spieler für welche Partie am besten geeignet ist. Wir gehen auf unsere Schwächen ein und bauen unsere Stärken aus. Es ist alles dabei: Kondition, Koordination, Taktik und Athletik.

 

Jugendliche sind heutzutage immer schwerer für hochklassigen Fußball in der Jugend zu begeistern. Wie schaffen Sie dies?

 

Mesut: Wir bieten den Spielern in der Bosestraße sowohl ein ruhiges als auch ein ungestörtes Trainingsgelände an. Wir haben Trainingseinheiten auf Rasen, was in Berlin schwer ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir mit der U17 als einzige Mannschaften auf dem Gelände trainieren. Dazu ist unser Umfeld sehr familiär. Wir nehmen nicht nur fertig entwickelte Spieler auf, sondern auch solche wo wir Potenzial sehen. Dazu kommt, dass wir die Jungs auch schulisch unterstützen, denn unser Club ist ein Förderverein. Unser Verein hilft den Jugendlichen zum Beispiel, einen Ausbildungsplatz zu finden. Die Jungs rufen uns auch privat an, wenn sie Fragen haben, die sich nicht nur um Fußball drehen. Wir möchten auch, dass die Jungs reifen und sich charakterlich weiterentwickeln.

 

In der U19 gilt es, die Spieler auf die nächste Hürde vorzubereiten: den Seniorenfußball. Wie gehen Sie diese Thematik an?

 

Mesut: Ich denke, mit Thomas Herbst haben wir einen erfahren Trainer im Verein. Dazu kommt, dass wir mit Lutz Lindemann einen sensationellen sportlichen Leiter haben, der sich unsere Spieler immer wieder anguckt und uns Feedback gibt. Wir schicken immer wieder ein paar Spieler hoch, damit sie sich zeigen können. In dieser Saison hat es etwa Nicolai Kitzing geschafft und wir wünschen uns, dass es am Ende der Saison noch mehr werden. Wir trainieren daher dementsprechend und passen uns dem Niveau an, wollen die Jungs aber auch nicht verlieren, wenn sie den direkten Sprung nicht schaffen. Wir möchten sie in unserer U23 unterbringen und ermöglichen, dass sie von dort aus den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Aber da wir momentan erfolgreich sind, bekommen wir auch oft Anfragen von Oberligisten, die an unseren Spielern interessiert sind.

 

Mit welchen Zielen gehen Sie in die Rückrunde?

 

Mesut: Unser Ziel ist, dass die Jungs sich weiterentwickeln und wir eine gute Ausgangsposition für die nächste Saison haben. Wir bereiten uns schon auf die nächste Spielzeit vor und versuchen Spieler aus dem jüngeren Jahrgang zu binden. Dabei möchten wir natürlich den vierten Platz beibehalten und bei der Gelegenheit weiter voranrücken. Im Berliner Pokal möchten wir so weit wie möglich kommen. Vielleicht holen wir ja mit ein bisschen Glück den Cup und können in der nächsten Saison bei der Deutschen Meisterschaft im Jugendbereich teilnehmen.

 

Nachwuchsmannschaften der Profivereine von Chemnitzer FC, RB Leipzig und FCE Aue spielen mit Ihnen in derselben Liga. Was haben diese Teams der Viktoria noch voraus?

 

Mesut: Über RB Leipzig muss man nicht viel reden. Die Bedingungen sind sehr professionell. Sie können viele Talente holen und arbeiten mit guten Trainern. Dazu kommt, dass dort ein gutes Honorar geboten wird, welches wir als Amateurmannschaft nicht finanzieren können. Mannschaften wie Aue oder Cottbus haben ganz andere Ziele. Wenn man sich die Profi-Teams anschaut, sieht man, auf welchem Niveau die Clubs sich n Gegensatz zu uns befinden. Letztlich ist das nicht alles, denn auch wir haben gegen diese Teams gute Resultate erzielt. 

 

Welche Perspektive bietet sich dem Verein in den kommenden Jahren?

 

Mesut: Der Verein kann in der Zukunft viel erreichen und aufbauen. Die Grundsätze haben wir, aber müssen sie erweitern. Der Sprung in die Bundesliga ist für uns noch ein weiter Schritt, aber man tastet sich voran. Der Hauptpunkt für uns ist, dass wir uns etablieren und immer im oberen Drittel dabei sind. Dadurch können wir talentiertere Spieler zu uns lotsen weiter ausbilden. Wenn wir es schaffen, jede Saison drei, vier Spieler in die erste Mannschaft unterzubringen, ist ein Teil geschafft. Zum anderen kann unsere Männermannschaft mit der Zeit noch eine Etage höher klettern und die dritte Kraft in Berlin werden. Aber dies ist ein langer Weg und man muss kleine Brötchen backen.

 

Seit Saisonbeginn läuft die Fusion zwischen der BFC Viktoria und dem LFC. Wie haben Sie das erlebt und welche Chancen ergeben sich dadurch?

 

Mesut: Der Fusion wurde in diesem Jahr von beiden Seiten zugestimmt. Die erste Zeit war sehr spannend, denn vieles wurde umstrukturiert. Wir haben nun eine Männermannschaft, die eine Liga höher spielt und eine beeindruckende Geschichte mitbringt. Die U18 spielt eine Liga unter uns. Dadurch können wir stets Spieler runterschicken, um Praxis zu sammeln. Zudem sind wir mit unserer eigenen Jugend stets in Verbindung und können mit den jeweiligen Trainern reden, welche Spieler für uns in Frage kommen. 

 

Sie besitzen aktuell die Trainer-C-Lizenz. Welche weiteren wollen Sie erwerben, wie sieht diesbezüglich Ihre Planung aus?

 

Mesut: Zur Zeit nehme ich an einigen Fortbildungen teil, um mich weiterzubilden. Ich lerne von meinen Spielern und sie von mir. Damit ich ihnen mehr in der Entwicklung bieten kann, muss ich mich selbst weiterentwickeln und strebe auch aus eigenem Interesse eine höhere Lizenz an. Ich bin auf die B-Lizenz fokussiert und denke, wenn ich eine gewisse Zeit damit gearbeitet habe, gehe ich einen Schritt weiter. Man muss sich im Fußball stets weiterentwickeln und nicht stehen bleiben.

 

Was machen Sie abseits des Fußballplatzes beruflich?

 

Mesut: Ich studiere Bauingenieurwesen in Berlin und arbeite neben dem Studium. Die meiste Zeit stecke ich ins Studium und in den Fußball, denn es hört mit dem Training nicht auf. Man muss die Einheiten und Spiele analysieren, Trainingspläne ausarbeiten und sie dem Trainerteam vorstellen. Genauso ist es auch im Studium - ich lerne viel und bereite mich auf die Klausuren vor. Zudem muss ich viele Hausarbeiten erarbeiten.

 

Sie haben Ihre Laufbahn noch vor sich. Wo soll es für Sie im besten Fall hingehen?

 

Mesut: Derzeit läuft alles so, wie ich es mir wünsche. Ich möchte mich im Fußball so weit wie möglich fortbilden und mir Fachwissen aneignen. Vielleicht lande ich ja eines Tages als Trainer bei meinen Lieblingsverein Besiktas Istanbul oder Werder Bremen (lacht). Im privaten Leben möchte ich mein Studium gut abschließen und ein eigenes Bauunternehmen gründen.

 

Wir bedanken uns recht herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft. 

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diesmal mit Zlatan B. , Trainer Hamburger SV U15

Zlatan B.
Zlatan B.

Das St. Pauli-Urgestein Zlatan Bajramovic spielte unter Anderem für den FC Schalke 04 in der Champions League. Heute coacht der 34-Jährige die U15 des Hamburger SV.Trotz seiner Vergangenheit beim Stadtrivalen, bei dem er bis zum Sommer Co-Trainer der U23 war.

 

Herr Bajramovic, beim HSV geht es derzeit etwas turbulent zu. Wie beurteilen Sie die Entlassung von Thorsten Fink? 

Zlatan Bajramovic: Das gute an meiner Position ist, dass ich mich da komplett raushalten kann, weil ich da ganz, ganz weit weg von bin. Und das ist auch gut. Das ist die Sache von anderen Leuten, die sich darum kümmern und die geben alle ihr bestes. 

Hatten Sie zuletzt mal Kontakt zu Fink? Unter Ex-Profis kennt man sich ja... 

Bajramovic: Nein, der Kontakt war eigentlich nicht da. Die trainieren ja auch direkt am Stadion und ich bin eigentlich täglich hier in Norderstedt. Was aber auch garnicht schlimm ist. Ich glaube die Profi-Abteilung hat genug damit zu kämpfen, das HSV-Flagschiff auf Kurs zu bringen. 

Jetzt übernehmen Rodolfo Cardoso und Otto Addo vorerst das Ruder. Drückt man da als Kollege die Daumen? 

Bajramovic: Natürlich tut man das. Ich würde mich extrem freuen, wenn die Spiele, die sie leiten erfolgreich verlaufen. 

Sie selbst waren bis zum Sommer Co-Trainer der U23 des FC St. Pauli, trainieren jetzt die C-Junioren-Regionalliga-Elf des HSV – kein alltäglicher Wechsel. Wie kam er zustande? 

Bajramovic: Ich hatte mit St. Pauli Gespräche, ob und wie es weitergeht, aber da hat man einfach nicht zusammen gefunden. Das ist aber ok, weil man auch nicht immer Sachen zusammen machen sollte, nur weil man sich irgendwo verbunden fühlt. Irgendwann hat mich der HSV dann angerufen und ich habe mich nach kurzem Überlegen dafür entschieden. 

Warum ziehen Sie die Arbeit mit einer U15 der mit einer U23 vor? 

Bajramovic: Ich glaube man kann Spielern einfach noch eine gewisse Richtung vorgeben, die sie dann relativ schnell annehmen. Und das kann man einfach besser, als wenn die Jungs schon ausgewachsen sind. Da hat dann schon jeder seine eigene Spielweise und die ist dann sehr sehr, schwer zu ändern. 

Hat Sie nicht abgeschreckt, dass man in Hamburg von der Nachwuchsarbeit des HSV zuletzt nicht gerade positiv gesprochen hat? 

Bajramovic: Nein, da ich eher einer bin, der sich versteckt. Ich arbeite lieber im stillen Kämmerlein. Da brauche ich nicht die große Aufmerksamkeit. Ich finde es viel besser, wenn die Jungs diese bekommen, wobei ich auch da immer versuche, das soweit wie möglich auf dem Boden zu halten. 

Sie hatten in Ihrer Karriere eine Vielzahl an verschiedenen Trainern. Welcher hat Sie am meisten geprägt? 

Bajramovic: Die drei Trainer, von denen ich am meisten gelernt habe und wo das Ganze und die Art des Trainings sehr, sehr positiv war, sind Slomka, Philipkowski und Finke. Das hat schon viel Spaß gemacht, weil man Spaß und Arbeit immer verbunden hat. Das ist für die Spieler auch wichtig. 

Als was für einem Typ Trainer würden Sie sich selbst bezeichnen? 

Bajramovic: Ich bin noch ein bisschen in der Findung und auf der Suche. Aber dass die Jungs bei mir Spaß haben, aber auch wissen sollen, dass zum Fußball noch viel mehr dazu gehört, als auf der Stelle zwei Übersteiger zu machen, haben alle schon ganz gut verstanden. 

Was steht für Sie mehr im Vordergrund: Erfolgreiche Ergebnisse oder der Erfolg, junge Spieler weiterzuentwickeln? 


Bajramovic: Wenn ich sehe, dass ein Spieler nicht jedesmal den gleichen Fehler macht, und etwas dazu gelernt hat, macht mich das eigentlich um einiges zufriedener, als wenn ich ein Spiel 3:0 gewonnen habe. Das haben die Jungs auch ganz gut mitgekriegt und angenommen. 

Was kann ein Zlatan Bajramovic seinen Spielern mitgeben? Wie sehr profitieren Sie von Ihrer Profizeit? 

Bajramovic: Das ist mit Sicherheit von Vorteil, genau so, wie es von Vorteil ist, dass ich sehr geerdet bin. Auch mit dem Hintergrund, dass es extrem schwierig ist, oben rein zu kommenund man sich deswegen auch um die Schule kümmern muss. Nach oben wird die Luft eben immer dünner und das müssen die Jungs einfach wissen. Denn wenn man denen das nicht sagt, bildet sich eine Blase von viel zu großen Hoffnungen. Entwickelt sich dann doch etwas nach ganz oben, ist das ok, aber das „Profi werden“ kann man nicht planen. Das versuche ich in der täglichen Arbeit zu vermitteln.

 

Nochmal zurück zum Ruf des HSV-Nachwuchsarbeit: Warum spielt kaum ein Spieler, der aus dem eigenen Nachwuchs kommt, eine Rolle im Bundesliga-Kader des HSV? 

Bajramovic: Wir sollten nicht den Fehler machen und unsere Arbeit schlecht reden. Im Nachwuchs wird professionell gearbeitet und neben Zhi Gin Lam ist auch Maxi Beister bei uns groß geworden. Tolgay Arslan hat den Sprung über die U23 zu den Profis geschafft und ich bin optimistisch, dass Jonathan Tah sich auch durchsetzen wird. Zudem muss man wissen, welche Bundesligaspieler noch in der Jugend beim HSV gespielt haben. In erster Linie denke ich da an Sidney Sam, Heung Min Son oder Änis Ben-Hatira. 

Ist es für den Nachwuchs heute schwieriger, Profi zu werden als es zu Ihrer Zeit war? 

 

Bajramovic: Das würde ich nicht sagen. Wenn ich da an mich denke, dann bin ich über die U19 zur U23 und erst dann in den Profibereich gekommen. Aber das ist ja heutzutage undenkbar. Weil man oft direkt abgestempelt wird, dass man es nicht geschafft hat, wenn es nicht direkt von der U19 in den Profibereich geht. Und das ist der total falsche Weg, weil die Jungs nach dem Jugendbereich nochmal ein, zwei Jahre im Herrenbereich brauchen, bevor man sich ganz oben durchsetzt. 

Ist es überhaupt noch erstrebenswert, Profi werden zu wollen? In einem Gespräch mit der "Zeit" haben Sie 
Fußball mal als "Scheißgeschäft" bezeichnet... 

Bajramovic: Es gibt heutzutage eigentlich nur noch schwarz und weiß. Der Fußball lebt natürlich auch von der Presse, aber manchmal wäre auch eine Art Mittelweg angebracht. Trotzdem ist es glaube ich das Schönste, was man sich erhoffen kann, weil das Hobby zum Beruf wird. Man muss nur lernen, mit dem Druck umzugehen und darauf achten, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. 

Selbst in der Jugend haben viele Spieler heute schon Berater. Wie stehen Sie dazu? 

Bajramovic: Ich sehe die Berater nicht so gerne am Trainingsgelände, weil man einem 14, 15-jährigen Spieler nicht vorraussagen kann, ob er Profi wird. Klar, es gibt immer Jahrhunderttalente, aber das sind wenige. Ich kenne das aus meiner aktiven Zeit nicht so. Es ist einfach ein Geschäft geworden, das sich viel zu sehr auf den Schultern der Jungs austrägt. Denn durch einen Berater erhöht sich sofort die Hoffnung der Spieler Profi zu werden und das sollte nicht zugelassen werden in diesen jungen Jahren. Die Jungs sollen einfach nur spielen. Ich sag immer: Von 100 schaffen es vielleicht Ein oder Zwei. Wenn jemand wirklich gut ist und auch die Eltern vernünftig sind, dann wissen die, dass nicht der Berater das Geschäft macht, sondern der Spieler selber. 

Hand aufs Herz: Wie oft träumen Sie davon, selbst noch als Spieler auf dem Platz zu stehen statt als Trainer an der Seitenlinie? 

Bajramovic: Das Bittere ist, dass es zu oft ist. Denn das Fußballspielen und auch die Eigenschaft sich zu quälen, verlernt mich nicht. Aber die Schmerzen lassen es nicht zu. Trotzdem sind die Träume natürlich immer noch da. Ich hoffe aber, dass das jetzt irgendwann mit dem Alter nach lässt, denn irgendwann könnte man eh nicht mehr spielen. 

Verstärken sich diese Träume auch in Bezug auf Ihren alten Kumpel Ivan Klasnic, mit dem Sie sich mal darauf verständigt hatten zum Karriereende noch einmal gemeinsam für den FC St. Pauli aufzulaufen? 

Bajramovic: Ich habe nach meinem Frankfurter Vertrag nichts mehr unterschrieben. Wenn ich fit gewesen wäre, wäre dies eine ganz, ganz große Option für mich gewesen. Die Verbundenheit zum FC St. Pauli ist immer noch da. Man muss sich aber an Kleinigkeiten hochhangeln können. Denn wenn man schon im Profibereich ist oder eben war, sollte man sich auch mit dem zufrieden geben, was man bereits erreicht hat. 

Quelle/Interview: sportmikrofon/Lennart Westphal 

Dirk F.
Dirk F.

Am 1. November feierte Dirk F. seinen fünften Jahrestag als Präsident des Hamburger Fußball-Verbands. Zum Jubiläum stand der 68-jährige CDU-Bundestagsabgeordnete, der 173.280 Mitglieder vorsteht.

 

Welchen Weg soll Hamburgs Fußball in den nächsten Jahren einschlagen?

 

Wir sind ein Sportverband, kein Sozialverband. Aber wir haben eine große Verantwortung, eine populäre Massensportart wie dem Fußball für wichtige gesellschaftliche Ziele einzusetzen. In der Integrationsarbeit ist unsere Leistung größer als die vieler staatlicher Einrichtungen. Mir ist die neue Kommission für die soziale und gesellschaftliche Verantwortung des HFV sehr wichtig, die aus vielen Ausschussbereichen des Verbandes zusammengesetzt ist.

Wir bekommen vom Staat Steuergelder, aber wir geben auch wahnsinnig viel zurück. Im Jugendbereich läuft eine pädagogische Prägung auf der Basis eines international geltenden Regelwerks: Diese Regeln muss ich akzeptieren, ansonsten spielen die anderen, und ich muss zugucken. Diesen Kreislauf den jungen Leuten zu vermitteln, ist eine Maßvorlage für das gesellschaftliche Zusammenleben. Welcher Bereich prägt junge Leute denn so wie der Fußballsport? Das leistet nicht ausreichend die Schule, das leisten nicht die Medien, wo im Fernsehen manchmal der Killer der Held ist. Unsere Projekte zeigen die Spannbreite der Arbeit, die über den reinen Spielbetrieb hinaus geleistet wird.

 

Was sehen Sie als Ihren größten Erfolg an?

 

Erst einmal arbeiten am Erfolg viele mit. Ich habe ein hervorragendes Team von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Dass unser Jahresempfang, der ein großes Fest der Hamburger Fußballfamilie ist, nach innen und außen so viel Zustimmung erfahren hat, ist sehr erfreulich. Dort steht die Vergabe von Preisen für Integration, Jugendfußball, Frauen- und Mädchenfußball sowie Leistungssport im Mittelpunkt, um die Vereine in ihrer Arbeit zu motivieren.

 

Seit Jahren gibt es starke Zuwächse im Mädchenfußball, das „Kicking Girls“-Projekt soll vor allem junge Migrantinnen an den Ball bringen. An der Basis läuft es: Wie schädlich ist da der Rückzug des HSV aus der Frauen-Bundesliga?

 

Das war für uns ein starker Rückschlag. Man wird das Gefühl nicht los, dass wirtschaftliche Fehler im Profibetrieb von den Frauen auszubaden waren. Wir haben appelliert, dass man beim HSV im Nachwuchsbereich die Weichen so stellt, dass ein normaler sportlicher Wiederaufstieg möglich ist. Die B-Juniorinnen spielen in der Bundesliga, da ist Potenzial vorhanden. Ich finde es großartig, dass sich Frank Rost als prominenter ehemaliger Leistungssportler als Trainer dort engagiert. Es sollten auch alle darüber nachdenken, ob sie nicht als Sponsor einen solchen Bereich unterstützen wollen.

 

Bei den Männern müht sich der SC Victoria, in der Regionalliga Fuß zu fassen. Kann das gelingen?

 

Zuletzt haben wir unsere Möglichkeiten ja nicht ausgeschöpft, es hätte sich ja noch ein weiterer Verein aus Hamburg für die Regionalliga bewerben können. Das Ganze muss nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich bewältigt werden – da hat Altona 93 in einer Saison viel erlebt, was nicht so erfreulich war. In einer Großstadt mit den Profiklubs HSV und FC St. Pauli, die schon eine Menge Potenzial abziehen, ist das nicht ganz so einfach. In Neumünster, Havelse oder Meppen ist das ein Stück weit leichter. Aber mein Wunsch wäre natürlich, dass wir noch mit einer weiteren Mannschaft in die Regionalliga kommen.

 

Augenfällig ist die Zunahme von Kunstrasenplätzen in der Stadt. Was sagen Sie als alter Fußballer eigentlich zum künstlichen Belag?

 

Für die Bundestags-Abgeordnetenmannschaft habe ich gerade mein 394. Spiel absolviert, aber auf Kunstrasen habe ich nur selten gespielt. Einmal bei einem Turnier in Finnland, aber der war noch von alter Art: Wo die Haut verschwunden war, wenn man einmal stürzte. Die heutige Qualität ist um Klassen besser. Gerade Oberliga-Spieler mit Kunstrasen-Erfahrung sagen mir, dass sie lieber auf einem total ebenen und berechenbaren Belag spielen, wo kein Ball verspringt. Aus der Sicht des Verbandes sind die rund 70 Kunstrasenplätze im Verbandsgebiet ein großer Segen, was die ganzjährige Nutzung anbelangt. Ich bin daher dankbar, dass der jetzige Senat die Sanierungsoffensive seines Vorgängers fortsetzt und hoffe, dass noch viele Kunstrasenplätze entstehen werden.

 

Seit Wochen wird über das DFL-Papier „Sicheres Stadionerlebnis“ und die dort vorgesehenen Maßnahmen diskutiert. Viele Fans und mittlerweile auch Vereine sind sehr skeptisch, wie ist Ihre Einschätzung?

 

Es ist wichtig, dass alle Vereine von der ersten bis zur dritten Liga das Konzeptpapier unterstützen und damit dem leidenschaftlich engagierten Fußballfan einen Gefallen tun. Wenn zum Beispiel in einem dichtbesetzten Stadion Leute mit Pyrotechnik rumwerkeln, gefährdet das die Gesundheit anderer Menschen. Die echten Fans wollen wir vor solchen Risiken schützen. Ich halte es auch für wichtig, dass sich die leidenschaftlichen Fußballfans ganz klar abgrenzen von den Gewalt-Hooligans, die unsere Sportveranstaltungen nur missbrauchen wollen. Der Verein muss auch durch Zutrittskontrollen und eine Videoausrüstung dafür sorgen, dass die Sicherheit gewährleistet ist und potenzielle Straftäter gefasst werden können. Auch, um sie – wie jetzt in Rostock zu sehen – für den wirtschaftlichen Schaden des Vereins verantwortlich zu machen.

 

Können übermäßige Sicherheitskontrollen und Überwachung nicht auch den „echten Fans“ das Erlebnis Fußball zerstören?

 

Wenn das Mitbringen von Pyrotechnik untersagt ist, dann muss ich einem Verein auch die Möglichkeit geben, zu kontrollieren, dass das eingehalten wird. Ich bin nicht dafür, dass jeder Zuschauer bis in den letzten Winkel durchleuchtet wird, aber man kann auch mit Stichproben und entsprechenden Stadionverboten wirksam handeln. Jeder, der mit so etwas erwischt wird, muss wissen, dass er nicht mehr ins Stadion reinkommt.

Wir haben auch eine Fürsorgeverantwortung für die Zuschauer. Wenn Dirk Zingler als Präsident von Union Berlin nun sagt, ich kann das Papier noch nicht unterschreiben, ich muss erst mit unseren Fans kommunizieren, dann finde ich das in Ordnung. Man darf Leuten nicht das Gefühl der Ohnmacht geben. Es ist auch eine Lehre aus Stuttgart 21, dass man Planungsunterlagen ganz früh ins Internet einstellen und Transparenz und Kommunikation herstellen muss. Aber am Ende muss irgendwann auch entschieden werden.

 

Welche Rolle spielt das Thema Gewalt im Amateurfußball?

 

Wir haben ein Geschehen auf dem Platz und eines neben dem Platz. Ein Trainer soll sagen „Wir kämpfen, kämpfen, kämpfen“, aber er soll genauso sagen „Wir kämpfen fair und regelgerecht“. Wenn der Trainer sagt „Hau den Ball auf die Tribüne“, dann habe ich nichts dagegen. Aber wenn er sagt „Hau dem Gegner in die Knochen“, dann schon. Ich habe keine Lust, mit einem Kreuzbandriss im Krankenhaus zu liegen. Deshalb versuchen wir auch, die Trainerqualifizierung immer weiter zu verbessern. Es gibt Betreuer und Trainer, die manchmal auf nicht sehr segensreiche Weise ins Geschehen eingreifen. Notfalls müssen wir auch mit Sportstrafen diejenigen aus dem Verkehr ziehen, die für eine solche verantwortungsvolle pädagogische Aufgabe nicht geeignet sind. Wir wollen regelgerechtes, engagiertes und kämpferisches Sportverhalten. Und über 99 Prozent unserer Spiele sind völlig unproblematisch. Über das einzelne, spektakuläre Ereignis darf man nicht Regel und Ausnahme verwechseln.

 

Amateurvereine klagen schon seit längerem über geringe Zuschauerzahlen. Die Bevölkerungsentwicklung legt nahe, dass es mittelfristig auch an Fußballern mangeln könnte. Gibt es da Rezepte?

 

Es kann helfen, wenn ein Verein sich bemüht, nicht nur einfach ein Spiel durchzuführen, sondern es in eine Freizeitveranstaltung einzubetten. Grillen für die ganze Familie, ein Angebot für die Kinder … der Bramfelder SV hat das bei seinem Spiel gegen Altona 93 gut gemacht und siehe da, sie hatten gleich sehr schöne Zuschauerzahlen. In Deutschland wird die Bevölkerungszahl sinken. Die meisten Vereine werden bei den Herren und im männlichen Jugendbereich Rückgänge zu verzeichnen haben. Der kluge Verein bemüht sich daher, den Frauen- und Mädchenbereich stärker auszubauen. Wer das nicht tut, verliert Aktive, muss seine Kosten auf immer weniger Häupter verteilen und gerät dann automatisch unter Fusionsdruck. Weil es nach wie vor eine Bewegung vom Land zur Stadt gibt, ist die Entwicklung in ländlichen Regionen noch viel dramatischer als bei uns im Ballungsraum. 

Quelle: mopo.de

bei JuFu:::online

diesmal mit Ingo G. Athletiktrainer im Junioren-Leistungsbereich

Ingo
Ingo

JuFu:::online: Wie sah Ihre tägliche Arbeit bei Hannover 96 aus?

 

Ingo: Zu meiner täglichen Arbeit zählte die individuelle und gruppenspezifische athletische Trainingsvorbereitung und –nachbereitung vor bzw. nach dem Fußballtraining. Innerhalb des Mannschaftstrainings wurden je nach Wochentrainingstag und Spielplan ausgewählte athletische Schwerpunkte gesetzt. Im Anschluss an das Mannschaftstraining folgte die Datenanalyse. Mit entsprechenden Herzfrequenz- und GPS-Analysesystemen wurden so täglich wichtige Trainingssteuerungsparameter erfasst und ausgewertet. Zusätzliche Datenerfassung gibt es seit 2011 in allen Stadien während der Bundesligaspiele in Echtzeit. Die Analyse beginnt also direkt während des Spiels.

JuFu:::online: Welche Trainingsinhalte haben sie in den genannten Trainingsphasen schwerpunktmäßig eingesetzt?

Ingo: Eine sehr wichtige Trainingsphase ist die Trainingsvorbereitung. Sie ist ein Teil des Aufwärmens und bereitet die Athleten auf sportartspezifische Bewegungen vor. Ziel dieser Trainingsphase ist die gelenkspezifische und muskuläre Aktivierung und die daraus resultierende Verletzungsprophylaxe.
Im Fokus stehen hier positionsspezifische und individualisierte Trainingsprogramme mit den Schwerpunkten:

  • Sensomotorisches Training: Gelenkstabilisierende & koordinative Übungen
  • Dynamische Beweglichkeitsübungen & Rumpfkräftigung
  • Muskuläre Aktivierung der unteren Extremitäten

Die Schwerpunkte im Bereich Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer sind in Abhängigkeit von fußballspezifischen taktischen und technischen Trainingsinhalten zu setzen. Sie lassen sich entweder in das Fußballtraining integrieren oder Sie werden in separaten Trainingsblöcken bzw. in separaten Trainingseinheiten eingesetzt.
Neben dem Training der fußballspezifischen Ausdauer ist ein Schwerpunkt die Entwicklung der Schnelligkeit und Sprungkraft. Dabei spielt im heutigen Fußball vor allem die Ausprägung der Antrittsschnelligkeit eine enorme Rolle. Ein zusätzliches Krafttraining zur Verbesserung der Maximalkraft ist ein weiterer Schwerpunkt. Übungen aus dem olympischen Langhanteltraining sind sehr zu empfehlen, da sie neben der Entwicklung der fußballspezifischen Leistungsfähigkeit auch das Verletzungsrisiko reduzieren.
Je mehr Pflichtspiele absolviert werden, desto mehr Bedeutung ist auch den regenerativen Trainingseinheiten bzw. der täglichen Trainingsnachbereitung zu schenken. Das regenerative Training sollte gelenkschonend sein und wenn möglich in einer anderen muskulären Bewegungsform stattfinden als der Wettkampf. Für den Fußballer empfehle ich deshalb Rad- oder Aquatraining. Ein zusätzliches Training der Oberkörpermuskulatur kann ebenfalls durchgeführt werden. Stretching, Eigenmassage mit der Massagerolle (Foamroll) sowie Eisbäder direkt nach der Belastung sind ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung.

JuFu:::online: Wie wichtig ist ein separates Athletiktraining für den Fußballprofi?

Ingo: Sehr wichtig. Der moderne Fußball stellt aufgrund taktischer Weiterentwicklungen und einem zunehmenden Wettkampfkalender höhere physische Ansprüche an die Athleten. Der Vorteil dieser Entwicklung ist ein zumeist attraktiveres, schnelleres und offensiver ausgerichtetes Fußballspiel. Der Nachteil ist, dass dieses intensivere Fußballspiel zu höheren Verletzungsraten, nachweisbar auch schon bei Nachwuchsspielern, geführt hat.
Da sich das Anforderungsprofil und somit auch das Beanspruchungsprofil für die Sportler verändert hat, sollten auch ältere Trainingskonzepte angepasst werden. Die gestiegenen Anforderungen erfordern eine optimale Entwicklung der athletischen Voraussetzungen. Verbessern lässt sich die Athletik über individuell angepasste Trainingsprogramme. Diese können in Form von Einzeltraining, separaten athletischen Team-Trainingseinheiten oder kombinierten Fußball- und Athletiktrainingseinheiten durchgeführt werden.

JuFu:::online: Würden Sie einem Amateurfußballer ein separates Athletiktraining empfehlen? Wie oft und in welcher Intensität sollte dieser seine Athletik trainieren?

Ingo: Ja. Unbedingt. Da im Amateurfußball dem Trainer viel weniger Trainingseinheiten als im Profifußball zur Verfügung stehen, überwiegen in den wenigen Trainingseinheiten die fußballspezifischen Inhalte. Trotzdem lassen sich durch trainingsmethodische Veränderungen sehr gut athletische Schwerpunkte mit den fußballspezifischen kombinieren; z.B. können in jedem Aufwärmen mit oder ohne Ball wechselnde koordinative Übungen eingebaut werden. Sehr gut eignet sich auch ein Übungsparcour, der im Zirkel absolviert wird, in denen athletische mit fußballspezifischen Trainingsinhalten kombiniert werden. Aber einen Großteil der Athletik sollten die Spieler mit individuellen Trainingsplänen in Eigenregie absolvieren. Dies können die Spieler in Kurzprogrammen (Trainingsvorbereitung) oder in längeren Trainingseinheiten z.B. im Fitnessstudio durchführen. Möchten Sie das Athletiktraining in das Fußballtraining integrieren, so eignen sich Trainingsformen die effektiv sind, einfach zu erlernen sind und sehr gut in der Gruppe durchführbar sind. Das Ropetraining ist so eine Trainingsform.
So könnte man beispielsweise die Gruppe teilen. Die eine Hälfte absolviert ein technisches Aufwärmen mit Ball, und die andere Hälfte führt verschiedene Übungen mit dem Seil durch. Nach festgelegter Zeit wechseln beide Gruppen.

JuFu:::online: Beschreiben Sie bitte kurz das „Ropetraining“!

Ingo: Das Ropetraining ist am ehesten dem funktionellen Training zuzuordnen. Sie erzeugen aus einer Hand-, Arm- und Schulterbewegung eine dauerhafte Wellenbewegung. Durch die hochfrequente Bewegung erzielen Sie nicht nur eine permanente muskuläre Spannung in Armen und Rumpf, Sie beanspruchen auch enorm Ihr Herz-Kreislauf-System. Diese Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining machen das Training so effektiv. Ein weiterer großer Vorteil dieses Trainings sind die unzähligen Kombinationsmöglichkeiten mit anderen athletischen Übungen wie z.B. Sprüngen und Beinkräftigungsübungen sowie die  Kombination mit weiteren Trainingsgeräten wie z.B. der Airexmatte. Es ist aber nicht nur hocheffektiv und einfach zu erlernen, es macht auch enormen Spaß. Für alle, die mit wenig Aufwand Ihren ganzen Körper trainieren wollen, ist das Ropetraining sehr zu empfehlen.

JuFu:::online: Kann man das „Ropetraining“ auch zu Hause ausführen?

Ingo: Ja. Das einzige was Sie benötigen ist ein wenig Platz. Die meisten Seile sind ca. 15m lang. D.h. Sie benötigen eine Länge von 7,5m und ca. 2m Breite. Im Garten brauchen Sie lediglich eine Befestigung für den Boden. Sie können einen Erdanker oder auch einen Zaunpfahl oder Ähnliches als Halterung benutzen. Da die meisten in Ihrem Haus oder in der Wohnung nicht so viel Platz besitzen und auch die Lautstärke eine Rolle spielt, haben wir ein spezielles leiseres und kürzeres Seil entwickelt.  Es reichen dann schon 5m Länge und 2m Breite.

JuFu:::online: Sind noch weitere DVDs geplant?

Ingo: Ja. Schon während der Dreharbeiten sind neue Übungen entstanden. Aber die meisten Ideen zu neuen Übungen sind aus dem Austausch mit anderen Trainerkollegen aus verschiedensten Sportarten entstanden. So ist beispielweise das Seil ein ideales Trainingsgerät für Kampfsportarten. Es lassen sich nicht nur diverse Schlagtechniken sondern auch verschiedene Tritttechniken mit dem Seil als Zusatzlast durchführen. Weiteres sehr gutes Feedback und neue Übungen kamen auch aus den anderen Ballsportarten, wo das Ropetraining eine hervorragende Ergänzung zum Wurftraining darstellt. Die meisten Individualsportler sind begeistert, da das Ropetraining eine willkommene Abwechslung in Ihr Stabilisationstraining gebracht hat.

JuFu:::online: Beschreiben Sie bitte kurz Ihr Unternehmen SDX sportdiagnostix.de!

Ingo: Seit 2006 führt SDX Leistungs- und Bewegungsanalysen für Mannschafts- und Individualsportarten durch. Neben der Betreuung von Profisportlern bietet SDX auch eine breite Leistungspalette für Freizeit- und ambitionierte Sportler an. Hierzu zählen neben der Leistungsdiagnostik und Bewegungsanalyse auch Ernährungs- und Trainingsberatung, Personaltraining sowie ein umfangreiches Kursangebot, welches von den Krankenkassen bezuschusst wird. Zudem bieten wir eine Hightech Einlagenversorgung an, auf die nicht nur der aktuelle deutsche Meister Borussia Dortmund vertraut, sondern auch eine Vielzahl von Sportlern aus unterschiedlichsten Sportarten.
Was bisher nur dem Profisport vorbehalten war, nämlich eine differenzierte ganzheitliche Analyse der Leistungsfähigkeit, erhält man bei SDX im Gesundheitszentrum Hannover.

JuFu:::online: Welche Tests werden angewandt, um die Ausdauer eines Fußballspielers fest zu stellen?

Ingo: Es gibt zwei Arten von Tests. Die zyklischen und azyklischen Ausdauertests. Die zyklischen Ausdauertest ermitteln die Ausdauerleistungsfähigkeit über sogenannte Dauertest mit ansteigenden Geschwindigkeiten. Dabei wird die Geschwindigkeit stufenweise nach Zeit oder Strecke bis zum Belastungsabbruch des Sportlers erhöht. Die Tests finden wahlweise auf dem Laufband (Labortest) oder dem Sportplatz (Feldtest) statt. Um die Ausdauerleistungsfähigkeit bewerten zu können dienen meistens Laktat und Herzfrequenz als Messgrößen. Bei den Labortests wird häufig auch eine Atemgasanalyse mittels Spiroergometrie durchgeführt. Hier wird zusätzlich untersucht wie viel Sauerstoff der Sportler unter Belastung aufnehmen kann.
Die azyklische Ausdauerleistungsfähigkeit wird durch Wendeläufe mit ebenfalls ansteigender Geschwindigkeit aber zusätzlichen aktiven Pausen erfasst. Auf einer Strecke von meistens 20 Metern laufen die Spieler mit einem bestimmten Tempo, das im Laufe der Zeit stetig über ein akustisches Signal erhöht wird, hin und her, dann folgt eine aktive Pause, bevor es wieder von Neuem los geht.
Es gibt mehrere Varianten dieser „Shuttle Run Tests“. Zu Bewertung der Ausdauerleistungsfähigkeit dienen die Parameter Herzfrequenz und Laufstrecke.

JuFu:::online: Was halten Sie vom Interval Shuttle Run Test?

Ingo: Ich halte den Shuttle Run Test für einen sehr guten Ausdauertest. Er ist sehr praktikabel, da er mit geringem Aufwand auch mit großen Mannschaften durchführbar ist. Er lässt sich wunderbar ins Training integrieren. Deshalb halte ich Ihn auch besonders für den Amateurbereich geeignet. Aus Kostengründen muss in vielen Vereinen auf die Messparameter Laktat und Herzfrequenz verzichtet werden.
Mit dem Shuttle Run Test kann jeder Trainer anhand der maximal erreichten Laufstrecke die Ausdauer seiner Mannschaft und einzelner Spieler zu bestimmten Zeitpunkten testen und kontrollieren.
Da das Ergebnis (max. Laufstrecke) in einem engen Zusammenhang mit der Laufleistung im Wettkampf steht, ist der Test sehr gut geeignet um die azyklische Ausdauerleistungsfähigkeit zu erfassen.
Wenn die finanziellen Mittel es zu lassen, sollte ein zusätzlicher zyklischer Ausdauertest durchgeführt werden. Durch die o.g. Messparameter werden wichtige Stoffwechselabläufe unter Belastung sichtbar. So ist ein noch gezielteres und differenzierteres Ausdauertraining der Mannschaft und einzelner Spieler möglich.

bei JuFu:::online

diesmal mit Spieler Burak, ehmaliges Supertalent von Bayer Leverkusen

 

Burak
Burak

Burak, seit wann spielst du Fußball?

Burak K: „Seit meinem vierten Lebensjahr, also seit 14 Jahren.“

Mittlerweile bist du Leistungssportler und spielst jetzt in der türkischen 1. Liga bei Fethiyspor. Wie viel Zeit in der Woche nimmt der Fußballsport in deinem Leben ein?

Burak K: „Wir trainieren meist von Montag bis Samstag. Nur der Freitag ist frei. Dienstags und donnerstags morgens habe ich noch zusätzlich Krafttraining. Am Wochenende stehen die Spiele an. Das ist schon viel Zeit, also fast ein 'full-time-job'.“

Du stammst aus Kalk/Vingst und hast hier auch viele Freunde. Hier gibt es viele gute Fußballer, aber auch schwerwiegende Probleme wie zum Beispiel Drogen und Jugendkriminalität. Hat dir der Fußball geholfen, diesen Gefahren zu widerstehen?

Burak K: „Mir hat der Fußball sehr viel geholfen. Hätte ich nicht regelmäßig Fußball gespielt, wäre ich vielleicht auch Gefahr gelaufen, wie einige hier, zu rauchen, Gras zu verkaufen ... Hätte ich kein Fußball gespielt, hätte ich viel Zeit, um Unsinn zu machen. Der Fußball nimmt viel Zeit in meinem Leben ein. Ich kann ja als Leistungssportler nicht einmal richtig feiern gehen (...) Der Fußball hat mir sicherlich viel geholfen.“

Wenn man dich als Fußballer beobachtet, erkennt man sofort den Bolzplatzfußballer. Was verbindest du mit dem Bolzplatz in der Würzburger Straße?

Burak K: „Ich war jeden Tag auf diesem Bolzplatz, wo ich fünf, sechs Stunden Fußball gespielt habe. Ich habe viel alleine trainiert, Torschuss, Dribbling, Laufen - stundenlang. Ich fand das gut für mich selber, ich konnte mich nur verbessern und habe zusätzlich zum Vereinstraining hier halt viel trainiert.“

Wer ist dein sportliches Vorbild?

Burak K: „Ich habe mehrere Vorbilder. Einmal Riquelme [argentinischer Spielmacher] und seine Art zu spielen. Maradona sowieso, der ist überragend gewesen. Aus der Türkei vielleicht Emre.“

Welche sportlichen Ziele hast du?

Burak K: „Mein Ziel ist es, Profifußballer zu werden; ganz gleich, ob hier in Leverkusen, in der Türkei, in Belgien oder Holland. Egal wo, ich möchte mein Hobby zum Beruf machen und mein Geld mit Fußball verdienen. Später möchte ich einmal bei meinem Lieblingsverein Besiktas [Istanbul] spielen.“

Wenn du die Vingster-Jungs siehst, was empfiehlst du ihnen?

Burak K: „Wenn ich den Jungs begegne, lade ich sie dazu ein, mit mir Fußball zu spielen. Wenn sie keine Lust haben, na ja, das müssen sie selber wissen. Ich kann ihnen nur raten, mit der ganzen Sch...e aufzuhören. Aber ich glaube nicht, dass alle auf mich hören (...) Einerseits kann ich ihnen schon helfen, wenn ich sage, hört auf mit alldem. Ich kann sie warnen. Ich kann aber nicht garantieren, dass sie auf mich hören.“

Die Jugendlichen sehen ja dein Beispiel, sie sehen, da ist einer 'von uns', der seit vielen Jahren regelmäßig drei, vier und jetzt bis zu fünf, sechsmal in der Woche zum Training geht. Sie sehen deine Disziplin, deine Erfolge, möglicherweise wirst du Profifußballer, zumindest wirst du hochklassig Fußball spielen. Dienst du dem Einen oder Anderen in Vingst als Vorbild?

Burak K: „Ich glaube, den Jüngeren bin ich ein Vorbild. Ich sehe, dass viele von ihnen von morgens bis abends hier Fußball spielen. Ich denke, sie wollen auch Fußballprofis werden. Ich glaube aber, die Älteren hören eher nicht auf mich. Aber die Jüngeren bis 12, 13 Jahren (...)“

Welche Person hat dich hinsichtlich deiner sportlichen Laufbahn am meisten unterstützt?

Burak K: „Meine Familie und besonders mein Vater. Ihm verdanke ich sehr viel. Er hat mich von Anfang an unterstützt. Er hat mich immer nach Leverkusen zum Training gebracht (...) Man muss auch solche Eltern haben. Es gibt auch andere Eltern, die sich überhaupt nicht um ihre Kinder kümmern. So etwas finde ich gar nicht ok.“

Wenn dein großer Traum einmal erfüllt ist und du bei deinem Lieblingsverein in der Türkei spielst, wirst du noch an die Vingster-Jungs denken?

Burak K: „Ich bin hier aufgewachsen in Vingst. Egal wo ich spielen werde, wenn ich frei habe, komme ich immer wieder nach Vingst. Hier sind meine Freunde und meine Familie.“

Möchtest du zum Abschluss noch etwas persönliches sagen?

Burak K: „Die Jugendlichen hier in Vingst sind alle soweit korrekt. Aber ich rate ihnen, wenn sie Sch...e bauen oder so, sollen sie die anderen Jungs nicht mit rein ziehen (...) Die Jungs, die sauber sind, sollen auch sauber bleiben. Sie sollen ihren Weg weiter gehen. Dann werden sie auch etwas erreichen.“

Burak, vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für deine Zukunft!

Trainer Serdar erzählt aus seiner Sicht! Nimmt Stellung zu den Fragen von JuFu:::online, warum er mit seiner Mannschaft vom SC Concordia zum Farmsener TV gewechselt ist. Vieleicht nimmt einer aus der Cordi Jugendleitung zu den vorwürfen Stellung.

Von Concordia zu Farmsen
Von Concordia zu Farmsen
JuFu:::online: Guten Tag Serdar erstmal vielen Dank das Sie uns dieses Interview Exklusiv für die JuFu:::online Leser geben. 
Was waren Ihre Ausschlag gebenden Gründe für solch einen drastischen Schritt, den Verein mit einer fast kompletten Mannschaft zu verlassen?
 
 
Serdar :Sehr gerne! Ich werde versuchen mich kurz zu fassen. Zunächst einmal möchte ich klarstellen , dass ich den Verein verlassen habe und nicht Ich mit der Mannschaft. Ich trainiere diese Jungs schon von klein auf und es war klar, dass sie mit mir mitkommen egal wohin es geht manche können dies nicht verstehen warum man einem 22 Jährigen Jungen Mann zu einem anderen Verein folgt obwohl Concordia doch so ein großer Name ist bzw war. Ich war eigentlich recht zufrieden mit meiner Position im Verein meine Jungs waren sehr erfolgreich und es lief einfach alles super. Dann bekam ich mit, dass ein sehr guter Freund von mir ebenso Trainer bei Concordia(2000er) rausgeschmissen wurde aus welchen Gründen auch immer.
Dies beunruhigte mich und Eltern aus meiner Mannschaft ebenfalls. Dort spielten ältere Brüder von meinen Jungs. Viele kamen auf mich zu und sagten du bist der nächste der fliegt, weil ich keine Lizenz hätte um eine Leistungsmannschaft zu Trainieren. Ich blieb ruhig und ließ alles auf mich zukommen. Zuvor gab es den ein oder anderen Konflikt zwischen der Jugendleitung und meinem Betreuer.Wir forderten Bälle und Trikots die wir aber nie bekamen.Wir mussten uns alles selber kaufen. Es gab klare Ziele vor der Saison von der Jugendleitung zum einen der Staffelsieg und zum anderen das erreichen des Pokal finales die Jungs schafften beides und bekamen nichts für die guten Leistungen. Wir wollten doch nur das die Jungs für die guten Leistungen mal belohnt werden. Wozu zahlen Eltern Beiträge?Kommt ein neuer Trainer wird er gleich mit einem Trainingsanzug ausgestattet die Mannschaft bekommt Originale Spielbälle etc.
 
Doch es passierte nicht. So verloren Eltern und Ich  langsam das Vertrauen an die Jugendleitung.Hinzufügend wollte die Jugendleitung mir den Erwerb eines Trainerscheines ermöglichen, doch zahlen wollten sie ihn auf einmal nicht. Trotz der ganzen Strapazen sah ich mich in der nächsten Saison immer noch bei Concordia obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon so sauer war das ich gehen konnte. Es wurde über die Zukunft des 2002er Jahrganges diskutiert, denn jeder wusste, dass wenn wir die 1.E und die 2.E zusammenführen eine super Truppe daraus entsteht doch daraus wurde nichts, weil der Trainer der 2.Mannschaft dies nicht wollte.
Ich könnte hier noch eine ganze Reihe von Gründen aufzählen doch ich habe schon mit dem Verein abgeschlossen und sehe meine Zukunft in Farmsen. Das was ich dort mit meinem 16 Jährigen Assistent aufgebaut habe macht mir keiner so leicht nach.Bei uns geht es nicht nur um Fußball und Leistung wir sind eine starke Familie und halten in jeder Situation zusammen. Und das was die Jugendleitung von Concordia getan hat ist nicht nachvollziehbar, dass sie Sperren die Kinder obwohl sie sich kein bisschen um sie gekümmert haben und dass das noch zugelassen wird vom HFV ist lächerlich. Wie dem auch sei sind wir froh nicht mehr im Dress von Cordi zu Spielen. 
 
 
 
JuFu:::online: Hat es Seitens der Concordia Jugendabteilung irgendwelche versuche gegeben Sie zuhalten?
 
 
Serdar: Nein aber ich hatte beschlossen nochmal das Gespräch mit der Jugendleitung zu suchen doch ich wurde mit den Worten" Verpiss dich"zurückgestoßen. Selber schuld finde ich wenn man zu spät merkt mit wem man es zu tun hat. 
 
 
JuFu:::online: Bekommen die Jungs den weiteren Anfahrtsweg zum Training gut hin?
 
 
Serdar: Klar.Sogar besser zu erreichen als unsere alte Wirkungsstätte am Neumarkt. Wir haben auch zuverlässige Eltern die ihre Kinder zum Training fahren. Falls es mal einer nicht schafft holen wir die Kinder auch von zu Hause ab und fahren sie zum Training.
 
JuFu:::online: Wie haben Sie sich mit Ihrer Mannschaft im neuen Verein eingefunden?
 
 
Serdar: Die Jungs und ich sind überglücklich bei Farmsen zu sein.Farmsen war immer ein Ernst zu nehmender Gegner für uns und die Zusammenführung beider Mannschaften ist für die Jungs was ganz tolles. Es gab auch keine Anpassungsschwierigkeiten da man sich untereinander schon kannte.
 
 
JuFu::online: Haben Sie durch den wechsel verspätet in die Vorbereitung gefunden? Vorauf haben Sie in der Vorbereitung besonders geachtet?
 
 
Serdar: Wir haben pünktlich Angefangen und legten auch ordentlich los. Mein Motto lautet immer Technik, Kondition-Koordination-Gymnastik und Spielform.Und nach der Reihenfolge wurde dann auch Trainiert.Besonderes Augenmerk hatten wir auf die Teamarbeit, denn Teamarbeit soll nicht dem Zufall überlassen werden aus diesem Grund hat die Teamentwicklung unter anderem das Ziel, ein positives Arbeitsklima zu schaffen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu gewährleisten. Die Jungs sind noch nicht 100% eingespielt aber dafür Trainieren wir 4 mal die Woche sehr hart.
 
 
JuFu:::online: Wir danken Ihnen für das Interview und wünschen Ihnen alles gute im neuen Verein. Werden Sie uns weiter empfehlen?
 
 
Serdar: Ich danke ihnen.Klar werde ich euch weiter empfehlen.Ein Interview seitens der Cordi-Jugendabteilung warum sie die Kinder gesperrt haben wäre sehr interessant !!
Trainer Peter vom SC Concordia 99er
Trainer Peter vom SC Concordia 99er
JuFu:::online: Wo sehen Sie die Vorteile oder Nachteile einer frühen Vorbereitung?
 
 
Peter: Eine zu frühe Vorbereitung kann genauso Probleme mit sich bringen, wie eine zu späte Vorbereitung. In dieser Saison hat jeder unserer Spieler einen Trainingsplan für die individuelle Vorbereitung erhalten. Aus diesem Grund können wir unser Mannschaftstraining wesenlich intensiver gestalten und kommen mit einer Vorbereitungszeit von 3 Wochen aus.
 
 
JuFu:::online: In welchen Bereichen wollen Sie das Hauptaugenmerk, in der Vorbereitung zur neuen Saison richten?
 
 
Peter: Neben der körperlichen Fitness steht vor allem die Einbindung der Neuzugänge in unser Spiel im Vordergrund. 
 
 
JuFu:::online: Hat sich ihre Mannschaft mit neuen Spierlern verstärkt?
 
 
Peter: Insgesamt haben wir uns mit 6 Neuzugängen für die kommende Saison verstärkt.  
 
 
JuFu:::online: Was für Interessante Testspiele, Turniere oder Trainingslager haben Sie in der Vorbereitung geplant?
 
 
Peter: In der Vorbereitung fahren wir in ein Trainingslager am Rupiner See (Brandenburg). Unsere Testspielgegner sind überwiegend jahrgangshöhere Mannschaften aus dem Hamburger Raum.
 
 
JuFu:::online: Was haben Sie für Ziele mit der Mannschaft, in der kommenden Saison?
 
 
Peter: Wir haben für die kommende Saison kein konkretes Ziel formuliert. Wir konzentrieren uns zunächst voll auf unsere Vorbereitung
um für das 1. Spiel gegen TSV Havelse optimal vorbereitet zu sein.
 
 
JuFu:::online: Welche Mannschaften in Ihrem Jahrgang, sind ihrer Meinung nach, am weitesten in der Entwicklung?
 
 
Peter: Als erstes muss man natürlich die Leistungszentren vom HSV und FC St. Pauli nennen. Aber der TSV Niendorf und letztendlich auch wir haben gezeigt das auch andere Vereine schritthalten können. Ob das auch in der kommenden Saison gelingt, wird sich zeigen.

 
 
 
JuFu:::online: Haben Sie irgendwann vor im Herrenbereich zu arbeiten?
 
 
Peter: Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Aber letztendlich gibt es nichts schöneres als mit jungen talentierten Spielern zu arbeiten und diese Entwicklung mitzuerleben.
 
 
JuFu:::online: Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und wünschen Ihnen für die kommende Saison viel Erfolg.
Werden Sie uns weiter empfehlen?
 
 
Peter: Auf jeden Fall. Ich wünsche dem JuFu-Team weiterhin viel Erfolg. Der Jugendfussball verdient ein solches Forum.
Trainer Tom vom NTSV
Trainer Tom vom NTSV
 JuFu:::online: Wo sehen Sie die Vorteile oder Nachteile einer frühen Vorbereitung?
 
 
Tom: Die Vorteile liegen für mich auf der Hand. Eine Mannschaft muss sich einspielen und sich gerade jetzt, nach den längsten Ferien des Jahres wieder auf den Fußball konzentrieren. Außer einer im Jugendfußball minimalen Gefahr auf Verletzungen sehe Ich keine weiteren Nachteile. Klar sein muss natürlich, dass gerade im Jugendbereich viele Spieler urlaubsbedingt erst später zum Training dazustoßen können.
 
 
JuFu:::online: In welchen Bereichen wollen Sie das Hauptaugenmerk, in der Vorbereitung zur neuen Saison richten?
 
 
Tom: Unsere Vorbereitung wird das Hauptaugenmerk auf die Integration der neun neugewonnenen Spieler richten.
 
 
JuFu:::online: Hat sich ihre Mannschaft mit neuen Spielern verstärkt?
 
 
Tom: Ja, allerdings. Um wieder zur altgewohnten Situation von zwei Mannschaften im 2003er-Leistungsbereich zurückkehren zu können, wurden sechs Spieler vom SV Eidelstedt sowie Spieler vom FC St. Pauli, dem SC Victoria sowie dem USC Paloma dazugeholt. Wir freuen uns über diese großartige Verstärkung!
 
 
JuFu:::online: Was für Interessante Testspiele, Turniere oder Trainingslager haben Sie in der Vorbereitung geplant?
 
 
Tom: Es sind keine Vorbereitungs- oder Testspiele geplant.
 
 
JuFu:::online: Was haben Sie für Ziele mit der Mannschaft, in der kommenden Saison?
 
 
Tom: Wir haben uns als Ziel einen Staffelsieg und die Qualifikation für die Hamburger Feldmeisterschaftsrunde mit beiden Mannschaften gesetzt.
 
 
JuFu:::online: Welche Mannschaften in Ihrem Jahrgang, sind ihrer Meinung nach, am weitesten in der Entwicklung?
 
 
Tom: In Hamburg führen derzeit klar die beiden Leistungszentren vom HSV und dem FC St. Pauli die Spitze an. Uns würde Ich an dritter Stelle, vielleicht gleichauf mit dem VfL Lohbrügge und dem SC Nienstedten sehen. Überregional müsste man dem FC Schalke 04, sowie Hertha BSC und Hertha Zehlendorf klare Verhältnisse einräumen.
 
 
JuFu:::online: Haben Sie irgendwann vor im Herrenbereich zu arbeiten?
 
 
Tom: Derzeit noch nicht.
 
 
JuFu:::online: Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und wünschen Ihnen für die kommende Saison viel Erfolg.
Trainer Christopher vom SC Condor 2001er
Trainer Christopher vom SC Condor 2001er
JuFu:::online: Wo sehen Sie die Vorteile oder Nachteile einer frühen Vorbereitung?
 
 
Christopher: Da ich doch eher ein Fan von einer eher frühen Vorbereitung bin, werde ich zuerst die negativen Aspekte nennen (das wurde zu Schulzeiten immer gepredigt ;-) ): Ich betrachte es jetzt erstmal aus der Sicht meiner Jugendspieler. Und da muss man natürlich sagen, dass ihnen schon ein Teil ihrer Ferienzeit genommen wird! Des Weiteren besteht natürlich die Gefahr, dass man in der Vorbereitung "falsch" trainiert, und man zu viel im konditionellen Bereich macht, sodass man am Ende zu erschöpft ist und dann die Power für den Wettkampf fehlt!
Zu den positiven Aspekten: Vorausgesetzt man legt das Training richtig an, dann hat man ja automatisch einen Vorteil im konditionellen Bereich (Der frühe Vogel fängt den Wurm...). Außerdem hat man ja auch automatisch den Spielrythmus wieder drinnen, der vielleicht während der Sommerpause abhanden gekommen ist. Man gewinnt einfach wieder an Sicherheit und Selbstvertrauen. Und dann kann man in diesen Zeitraum auch noch Ereignisse einbauen, die den Teamgeist stärken, wie z.B. Schwimmen gehen, Hochseilgarten... Bei zu kurzer Vorbereitung wird man höchstwahrscheinlich über jede Stunde froh sein, die man auf dem Sportplatz verbringen kann.
 
 
JuFu:::online: In welchen Bereichen wollen Sie das Hauptaugenmerk, in der Vorbereitung zur neuen Saison richten?
 
 
Christopher: Also zu aller erst wollen wir im konditionellen Bereich stark zulegen! Denn im letzten Jahr haben wir bereits die positive Erfahrung gemacht, was es heißt, frühzeitig mit der Vorbereitung zu beginnen. Speziell in der 2.Halbzeit konnten wir da immer einen Gang drauf legen, wohingegen der Gegner deutlich abbaute. Dieses muss wieder gefördert werden. Dann ist es natürlich wichtig, dass wir unsere neuen Spieler in die Mannschaft integrieren. Man muss ihnen gleich das Gefühl geben, dass es die richtige Entscheidung war, zu uns zu kommen! Denn wir leben auf dem Platz auch von unserem starken Teamgeist. Und dann gibt es natürlich immer noch Kleinigkeiten, an denen wir pfeilen müssen, wie sicheres Passspiel, Zweikampfverhalten und den Torabschluss! Aber dennoch sollten wir nicht vergessen, was ich oben bereits erwähnte: die Jungs haben letztendlich immer noch Ferien, sodass man Ihnen quasi ihre freie Zeit nimmt. Von daher muss ganz klar auch der Spaß vertreten sein!
 
 
JuFu:::online: Hat sich ihre Mannschaft mit neuen Spierlern verstärkt?
 
 
Christopher: Ja, wir haben uns mit drei Spielern verstärken können, welche aber von Intern kommen. Wir haben sie aus unseren zweiten 2001er-Mannschaft hochgezogen, aber es sind definitiv Verstärkungen für uns! Ich freue mich schon, mit den Jungs in Zukunft zusammenarbeiten zu dürfen!
 
 
JuFu:::online: Was für Interessante Testspiele, Turniere oder Trainingslager haben Sie in der Vorbereitung geplant?
 
Christopher: Also alle drei Ereignisse haben wir in der Vorbereitung mit eingearbeitet. In der Zeit vom 22.-25.7 fahren wir mit den Jungs ins Trainingslager in die "Landessportschule Osterburg", wo wir wirklich optimale Bedingungen vorfinden werden. Zu bieten ist dort ein Naturrasen, Kunstrasen, Sporthalle, Schwimmhalle... Wirklich sehr professionell alles. Des weiteren haben wir drei Testspiele organisiert, wo am 28.7 Altona 93 zu uns kommt, am 4.8 kommt im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier des SC Condor der Barsbütteler SV und am 30.7 fahren wir zum Duvenstedter SV, auf welche wir ja später auch in unserer Feld-Staffel treffen werden. Und zu dann haben wir noch zwei Turniere, beginnend mit dem 3.8, wo wir ein Blitzturnier mit vier Mannschaften beim SV Eichede spielen werden, und am 10.8 fahren wir zum "Salzstadt-Cup" beim VFL Lüneburg. Auch ein sehr stark besetztes Turnier, wo in den letzten Jahren auch u.a. der HSV mal teilgenommen hatte! Also wir bieten den Jungs neben den ganzen Trainingseinheiten auch eine große Anzahl an Spielmöglichkeiten.
 
 
 
JuFu:::online: Was haben Sie für Ziele mit der Mannschaft, in der kommenden Saison?
 
 
Christopher: Also unser ganz großes Ziel ist der Aufstieg in die C-Jugend-Landesliga! Darauf haben wir jetzt über ein Jahr lang hingearbeitet. Es wäre am Ende doch enttäuschend, wenn wir nicht unter die Top-20 Mannschaften kommen werden. Dann möchte ich im Pokal zumindest eine größere Rolle spielen als letzte Saison, wo wir leider schon in der zweiten Runde ausgeschieden waren. Also Ziel muss es dort sein, mindestens im Pokal zu überwintern, und dann vielleicht auch mal auf Losglück hoffen... Ähnliches gilt für die Hallensaison. Auch hier wollen wir zumindest versuchen unter die Top-20 Mannschaften zu gelangen. Generell sollte es in Zukunft so sein, dass egal wo wir hinfahren oder wer zu uns kommt, der Gegner immer mit Respekt antritt.
Ich weiß, dass die Ziele chon ziemlich hoch gesteckt sind. Aber sonst würden wir auch jetzt in der Vorbereitung nicht so früh anfangen zu trainieren. Und für diese Ziele ziehen alle Jungs auch super mit!
 
 
JuFu:::online: Welche Mannschaften in Ihrem Jahrgang, sind ihrer Meinung nach, am weitesten in der Entwicklung?
 
 
Christopher: Also hier muss man ganz klar den HSV hervorheben! Ich glaube nicht umsonst haben sie alles gewonnen, was man in dieser Saison auf regionaler Ebene gewinnen konnte. Zu den Mannschaften zähle ich aber definitiv auch den Niendorfer TSV, den SC Concordia und SV N-A. Alles Mannschaften, die schon sehr guten, strukturierten Fussball spielen. Ich könnte so auch sicherlich noch einige weitere Teams aufzählen, denn ich finde, dass der 2001er Jahrgang wirklich sehr viele Talente vorweist. Aber an den oben genannten sollten wir uns versuchen zu orientieren.
 
JuFu:::online: Haben Sie irgendwann vor im Herrenbereich zu arbeiten?
 
 
Christopher: Das ist momentan schwer zu sagen. In erster Linie möchte ich mich im Jugend-Leistungsbereich etablieren. Sicherlich nicht permanent im D-Jugend-Bereich. Das Ziel sollte schon in Richtung B-/A-Jugend gehen. Aber ich bin ja noch jung, wer weiß wie es in 10-15 Jahren aussieht. So eine Oberliga-Mannschaft wäre sicherlich mal reizvoll ;-)
 
 
JuFu:::online: Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und wünschen Ihnen für die kommende Saison viel Erfolg.
Werden Sie uns weiter empfehlen?
 
 
Christopher: Ich möchte mich in erster Linie bei Ihnen bedanken! Denn durch dieses Interview wurde ich schon zum nachdenken bewegt und man konnte sich so mal über Sachen Gedanken machen, die man vielleicht noch nie so wirklich bedacht hat! Ich werde Sie natürlich weiterempfehlen, weil Sie eine klasse Homepage haben. Ich denke, dass man kaum so viele Informationen auf einer Homepage vorfindet, wie bei Ihnen. Angefangen von den Tabellen, über eine Übersicht aller Mannschaften und Ansprechpartner, über Aktuelles von Pokalauslosungen oder Staffeleinteilungen bis hin zu der schönen Turnier/Testspielbörse. Ich denke, dass egal was für ein Anliegen man als Trainer gerade hat, ein Blick auf Ihre Homepage nie schaden kann. Ich werde sie auch auf unserer Homepage auch verlinken!
Trainer Jan vom Bramfelder SC 2004er
Trainer Jan vom Bramfelder SC 2004er

JuFu:::online: Hallo Jan erstmal herzlich willkommen beim ersten "Interview der Woche" von JuFu:::online.

Wie finden Sie persönlich das neue Portal JuFu:::online Jugendfussball Hamburg?

 

Jan: Erst einmal vielen Dank, für die Einladung zum Interview. Ich finde diese Seite sehr gut, denn in so einem Format wie hier der Jugendfußball für Spieler und Trainer angeboten wird. Habe ich zu vor nie gesehen. Ich hoffe, dass dieses Portal an Popularität gewinnt, und dass es sich im Norden von Deutschland rum spricht.

 

 

JuFu:::online: Wie sind Sie in die Trainertätigkeit im Jugendfussball gekommen?

 

Jan: Ich bin mit Ende der 14. Lebensjahr an meine Trainertätigkeit gekommen. Mein Vater ist in der Jugendleitung tätig. Und es war damals so, dass ein Trainer für den Jahrgang 2004 gesucht wurde. So übernahm ich damals meine jetzige Mannschaft im Bambini Alter.

 

JuFu:::online: Was halten Sie persönlich für am Wichtigsten, was den Jugendspielern gelehrt werden sollte?

 

Jan: Ich finde am wichtigsten, dass den Kindern gezeigt wird das man als Team spielt. Dass den Kindern dass Passspiel beigebracht wird, und dass es keinen „ Star“ gibt. Sondern man nur gut ist, wenn die Mannschaft funktioniert. Es gibt leider zu viele Eltern die ihren Kindern Geld dafür geben, wenn sie ein Tor schießen. Und dass tut meiner Meinung nach der Entwicklung der Kinder nicht gut! Und stört den Teamgedanken des jeweiligen Kinders. Alles andere ist von der Altersgruppe abhängig, der Schwierigkeitsgrad sollte allerdings immer mehr steigen.

 

 

JuFu:::online: Planen Sie Ihre Trainingseinheiten? Wenn JA, wie?

 

Jan: Ja, ich plane meine Trainingseinheiten meistens selber. Leider spielt der Zeitfaktor bei mir eine große Rollte. Denn es geht sehr viel Zeit für die Schule drauf. Aber entweder versuche ich mir selbst Einheiten zu entwickeln, das können dann Mischungen aus Einheiten die ich selbst als Spieler gemacht habe sein. Mit Einheiten die mir gerade durch den Kopf gehen. Ich versuche allerdings alles auf zu schreiben, was mir durch den Kopf geht. Ab und zu nutze ich dann auch das Portal des DFB Training online, welches man nur empfehlen kann denn es sind oft gute Ideen dabei.

 

 

JuFu:::online: Was halten Sie von der 9er Feldregelung im D-Jugendbereich?

 

Jan: Ich halte vom 9er Feld nicht so viel. Ich bin der Meinung dass es eine sehr große Umstellung für die Kinder ist. Denn es geht vom 7 er auf das 9 er und dann wiederum auf das  11 er Feld. Ich selber habe in der D-Jugend auf dem verkürzten 11er Feld gespielt. Und die Idee die dahinter steckt, dass man mehr Ballkontakte hat ist vielleicht richtig. Aber ich bin der Meinung, dass man sich die ganze Regeländerung hätte sparen können. Denn das verkürzte Feld und weniger Spieler machen das taktische Spiel welche in der C-Jugend gefragt sein wird kaputt. Und stellt die Spieler meiner Meinung nach vor eine größere Herausforderung, als welche es zuvor auf dem verkürzten 11er Feld war.

 

 

JuFu:::online: Was haben Sie in Zukunft mit Ihrer Mannschaft geplant zu erreichen?

 

Jan: Ich versuche meine Jungs jede Trainingseinheit weiter zu entwickeln. Momentan spielen sie in ihrer Altersklasse unter den Top Mannschaft in Hamburg mit, und das Niveau versuchen wir zu halten. Was dann irgendwann in der D- oder C-Jugend raus kommt, wird die Zeit zeigen. Ich hoffe natürlich, dass wir uns dann irgendwann in der Landes- oder  Verbandsliga wieder finden. Und der Bramfelder SV irgendwann mal wieder eine Regionalliga Mannschaft hat J .

 

 

JuFu:::online: Haben Sie irgendwann vor im Herrenbereich zu arbeiten?

 

Jan: Momentan konzentriere ich mich ganz auf den Jugendbereich, über den Herrenbereich habe ich mir bisher noch keinen Kopf gemacht. Mir macht die Arbeit im Jugendbereich viel spaß. Aber ich bin ja noch jung , von daher die Zeit wird es zeigen.

 

 

JuFu:::online: Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und wünschen Ihnen für die nächste Saison viel Erfolg.

Werden Sie uns weiter empfehlen?

 

Jan: Vielen Dank, kein Problem ich bin jederzeit für ein weiteres Interview bereit. Klar werde ich sie weiter empfehlen, denn gerade eure Freundschaftsspielbörse sowie eure Startseite gefällt mir besonders gut. 

 

bei JuFu:::online

diesmal mit Thomas, Trainer des Eimsbütteler TV 8.C

 

Trainer Thomas vom ETV 8.C
Trainer Thomas vom ETV 8.C
JuFu:::online: Hallo, erstmal herzlich willkommen beim ersten "Interview der Woche" von JuFu:::online. 
Wie finden Sie persönlich das neue Portal JuFu:::online Jugendfußball Hamburg?

Thomas: Hallo und erst einmal Danke, das Sie mich zu einem Interview eingeladen haben. Ich bin schon vor kurzem auf die Seite vom JuFu aufmerksam geworden und ich war von der Idee und der Umsetzung sehr angenehm überrascht. Die Seite ist sehr informativ und übersichtlich aufgebaut.Vom Spieler bis hin zum Trainer, ist für jeden etwas dabei. Selbst für Leute die für Ihr Kind, welches noch nie Fußball gespielt hat, einen Verein suchen, ist etwas dabei.

JuFu:::online: Wie sind Sie in die Trainertätigkeit im Jugendfußball gekommen?

Thomas: Es war eigentlich der Klassiker. Mein Sohn hat damals, beim ETV angefangen Fußball zu spielen und der damalige Trainer hatte mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, Ihm bei seiner Tätigkeit, als Trainer zu unterstützen. Nach ganz kurzer Zeit war der damalige Trainer weg und ich habe die Mannschaft alleine trainiert. Ohhh... das war eine interessante Zeit. Die Jungs wurden früher als so eine Art Spaßmannschaft beim ETV geführt, da Sie kein Spiel in der Kreisklasse gewonnen hatten. Die ersten Spiele, die ich mitbekommen hatte endeten mit 17 : 0 oder noch schlimmer gegen uns.Ich habe die Mannschaft damals komplett auf links gedreht und bei null angefangen. Mittlerweile trainiere ich die Jungs über 3 Jahre und es macht mir einen riesigen Spaß zu sehen, was aus den Jungs geworden ist. Es sind fast alles gute Freunde geworden, die sich auch in Ihrer Freizeit, privat treffen und etwas zusammen unternehmen. Sie sind alle Jahrgang 2000 und wir spielen seit dieser Saison schon in der C-Jugend gegen 99er und wir gewinnen Spiele mit 7 : 4 oder ähnlich hohen Ergebnissen. Klar verlieren wir auch Spiele, das gehört nun mal dazu.

JuFu:::online: Was halten Sie persönlich für am Wichtigsten, was den Jugendspielern gelehrt werden sollte?

Thomas: Das ist keine einfache Frage, die man nur mit drei Worten abtun kann. Das ist viel komplexer..! In der heutigen Zeit, sind wir Trainer das Bindeglied zwischen Eltern, Schule und den Freunden in der Freizeit. Da wir heute in einer Zeit leben, wo die meisten Eltern beide berufstätig sind und in der Schule sich nur auf das Nötigste konzentriert wird, bleiben teilweise einige Sachen auf der Strecke liegen und die Leidtragenden sind oft die Kinder. Ich persönlich finde das Wichtigste, was wir Trainer den Jungs beibringen sollten sind : Ehrlichkeit und Respekt ( das beinhaltet nicht nur Respekt vor Personen, sondern auch den vor Gegenständen. Mit dem Material, welches der Verein oder der Trainer zur Verfügung stellt, sorgsam umzugehen), Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Natürlich darf das Fußballspielen und der Spaß nicht fehlen. Wenn man das hinkriegt, hat man ganz tolle Kinder mit denen man sehr, sehr viel Spaß haben kann...

JuFu:::online: Planen Sie Ihre Trainingseinheiten? Wenn JA, wie?

Thomas: Klar, plane ich meine Trainingseinheiten. Ohne dem würde man orientierungslos auf dem Platz herumstehen und die Jungs merken sowas sofort und nach kurzer Zeit würden sie den Spaß am Training verlieren, was doch das Wichtigste beim Training überhaupt ist. Es ist unterschiedlich, wie ich mich verbereite. Anfangs als ich die Mannschaft neu übernommen hatte, habe ich viel im Internet herumgestöbert, was ich heute noch ab und zu mache. Aber nicht mehr so intensiv wie früher.Ich habe mir eine eigene Mappe zusammengestellt und ich arbeite viel mit der Zeitschrift Fussall Training vom DFB, welche ich abonniert habe. Unsere Mannschaft hat eine eigene Gruppe im Internet, wo ich oft neue Trainingseinheiten schon vorab zeige, damit ich auf dem Platz nicht lange erklären muss, da die 1,5 Std pro Training sehr schnell rum gehen.

JuFu:::online: Was halten Sie von der 9er Feldregelung im D-Jugendbereich?

Thomas: Nach meiner persönlichen Erfahrung funktioniert das System mit der 4-er Kette bei korrektem Aufbau absolut problemlos, etwas weniger Breite macht es den Jungs sogar viel leichter seitliches Verschieben und auch frontales Verschieben zu praktizieren, ohne dass geringe Fehler sofort extrem bestraft werden. Wenn man einen interessanten Spielaufbau aufbaut und die Außenverteidiger mutig und hoch aufstellt ist die Breite für einen ordentlichen Spielaufbau absolut perfekt, gerade eine technisch gute Mannschaft sollte damit kein Problem haben.

Natürlich ist der Gegner etwas näher wie es früher in der D-Jugend auf dem gesamten Feld war, nur vom Lerneffekt her ist es besser wenn die Kinder etwas mehr Druck haben beim Spielaufbau, denn später mal wenn sie größer werden, wir der Platz und die Zeit für den Spielaufbau auch immer weniger, weil sie sich körperlich so weit entwickeln dass der Druck auch auf dem großen Feld schneller da ist. Somit ist die Situation jetzt viel spielnäher vom Ausbildungsgedanken her als sie früher jemals war, da eine viel realistischere Situation entsteht.


JuFu:::online: Was haben Sie in Zukunft mit Ihrer Mannschaft geplant zu erreichen?
Thomas: Mein persönlicher Wunsch wäre mal mit den Jungs in der Bezirksliga zu spielen, aber das bedeutet noch einiges an Arbeit... Es ist immer etwas schwer für mich. Ich weiß, wozu die Jungs in der Lage sind, wenn sie wollen. Aber die Schule darf natürlich nicht zu kurz kommen. Ich muss mal mit den Jungs nochmal für die nächste Saison reden, was und wie wir es angehen wollen...

JuFu:::online: Haben Sie irgendwann vor im Herrenbereich zu arbeiten?
Thomas: Weiß ich noch nicht.... Ich lass es auf mich zukommen, aber die Tendenz liegt mehr zum Jugendfußball.

JuFu:::online: Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und wünschen Ihnen für die nächste Saison viel Erfolg. 
Werden Sie uns weiter empfehlen?

Thomas: Selbstverständlich... Eure Seite wird gleich auf unserer Homepage verlinkt...  http://etv-2000er-djugend.npage.de/

 

bei JuFu:::online

diesmal mit Jan, Trainer des SC Victoria Jg.2004 

Trainer Jan vom SC Victoria Jg. 2004
Trainer Jan vom SC Victoria Jg. 2004

JuFu:::online: Hallo Jan erstmal herzlich willkommen zum "Interview der Woche" von JuFu:::online. 

Wie finden Sie persönlich das neue Portal JuFu:::online Jugendfussball Hamburg?

Jan: Also erstmal finde ich prinzipiell alle Internetseiten, die sich mit dem Thema Jugend-Fußball beschäftigen eine gute Sache. Von daher auch JuFu:::online. Zudem ist es wirklich cool eine Seite zu haben, bei der man alle Informationen zum Jugendfußball gebündelt hat. Gerade für Familien, die neu nach Hamburg ziehen ist das natürlich eine sehr gute Informationsquelle. Natürlich sieht man hier und da, dass die Seite noch neu ist und einige Rubriken noch mit Leben gefüllt werden müssen. Aber wenn das kommt und die Vereine die Seite auch mit Infos füttern, dann wird das richtig gut.

JuFu:::online: Wie sind Sie in die Trainertätigkeit im Jugendfussball gekommen?

Jan: Ich habe natürlich selbst jahrelang Fußball gespielt. Mit ungefähr 20 Jahren habe ich dann gemerkt, dass mich so eine Trainertätigkeit grundsätzlich reizen würde. Da ging ich aber davon aus, dass das eben irgendwann mal passiert. Vor 2 Jahren habe ich dann allerdings ein Praktikum in der HSV-Fußballschule gemacht und schnell gemerkt, dass mir das wirklich sehr viel Spaß macht. Nach dem Praktikum, in dem ich schnell auch sehr viel dazu gelernt habe, habe ich dann im Herbst 2011 die damals junge F-Jugend vom SC Victoria übernommen. Heute kann ich sagen, dass das absolut die richtige Entscheidung war, denn ich glaube man trainiert nicht nur eine Jugend-Mannschaft sondern wird auch selbst dabei immer wieder auf die Probe gestellt. Diese immer neuen Herausforderungen mit dem auf und ab, den schönen Siegen und bitteren Niederlagen, das macht einfach mega viel Spaß. Kann ich jedem empfehlen ;).

JuFu:::online: Was halten Sie persönlich für am Wichtigsten, was den Jugendspielern gelehrt werden sollte?

Jan: Naja das kommt natürlich auch auf das Leistungsniveau an. Grundsätzlich finde ich aber, dass der Spaß nie zu kurz kommen sollte. Schließlich ist Fußball, zumindest bei 95%, nur ein Hobby und wird es auch immer bleiben. Auf der anderen Seite sollte eine gewisse Portion Ehrgeiz auch vorhanden sein. Genauso wie ein fairere Umgang mit dem Gegner. Das sind natürlich jetzt alles keine Fußballspezifischen Eigenschaften, aber ich glaube gerade im Jugendfußball muss man sich davon lösen, nur Fußballtrainer zu sein. Man entwickelt seine Jungs letztendlich in allen Bereichen weiter, bzw. sollte zumindest diesen Anspruch haben. Fußballerisch gesehen kann ich viele Ansätze nachvollziehen. Eine gute Koordination ist auch wieder allgemein hilfreich. Passen, Dribbling. Allerdings sollte man den Kindern gerade in jungen Jahren die Möglichkeit geben, selbst viele Dinge auszuprobieren, damit sie selbst merken, wann ist ein Pass besser, wann lohnt es sich ins Dribbling zu gehen. Da kann ich hundert mal was vorschreiben. Wenn sie selbst die Erfahrung machen bleibt das sehr viel besser im Kopf.
JuFu:::online: Planen Sie Ihre Trainingseinheiten? Wenn JA, wie?

Jan: Ja, zumeist bespreche ich mich mit meinem Trainerkollegen (Lukas Rösel). Am Anfang der Saison haben wir uns relativ lange zusammen gesetzt und einzelne Trainingseinheiten geplant. Mittlerweile kriegen wir das schon ein wenig schneller hin ;). Wir haben jetzt in diesem Jahr auch angefangen eine art Monatsschwerpunkt einzuführen, womit wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Die Übungen selbst haben wir dabei teilweise aus dem Internet, oder anderen Quellen wobei der Großteil dann nochmal abgeändert oder komplett neu gemacht wird. Deswegen ist es auch sehr cool wenn man das zu zweit machen kann. Der eine schlägt etwas vor, der andere hat noch eine neue Idee und so entstehen sehr coole Übungen. Wenn man die dann auf dem Platz umsetzt und die auch noch gut funktionieren, dann machts noch mehr Spaß.
JuFu:::online: Was halten Sie von der 9er Feldregelung im D-Jugendbereich?

Jan: Damit habe ich natürlich nicht direkt zu tun, weil meine Jungs noch in der F-Jugend spielen und da noch ein wenig Zeit ist. Allerdings find ich es grundsätzlich gut, wenn die Feldgröße und Anzahl der Spieler dem jeweiligen Alter angepasst werden. Von daher finde ich es auf jeden Fall richtig, im D-Jugendbereich noch nicht 11 vs. 11 zu spielen.
JuFu:::online: Was haben Sie in Zukunft mit Ihrer Mannschaft geplant zu erreichen?

Jan: Da ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge Vici zum Ende der Saison verlassen werde und ab kommender Saison als Co-Trainer der U11 im HSV-NWLZ anfangen werde möchte ich jetzt erstmal noch einen sehr schönen Saisonabschluss machen und die Mannschaft möglichst fließend an die neuen Trainer übergeben. Welche Ziele wir dann beim HSV haben, dass kann ich noch nicht genau sagen, aber auf jeden Fall sollten die Grundsätze wie Spaß, Ehrgeiz und Fairness darin vorkommen.
JuFu:::online: Haben Sie irgendwann vor im Herrenbereich zu arbeiten?

Jan: Ich spiele selbst noch im unteren Herrenbereich bei der dritten Mannschaft vom BSV 19. Mit Freunden und Freunden von Freunden haben wir uns da ein verdammt gutes Team aufgebaut und spielen am 16.06 auch im Pokalfinale des Heino-Gerstenberg-Pokals. Da habe ich auf jeden Fall schon ab und an das Training gemacht, was prinzipiell auch sehr viel Spaß macht. Es ist allerdings doch etwas ganz anderes im Herrenbereich ein Training zu planen und durchzuführen. Mit Freunden geht das, aber für eine "normale Mannschaft" wäre ich im Moment mit 25 Jahren auch noch etwas zu Jung denk ich ;). Ich bin im Moment auch sehr zufrieden im Jugendbereich, aber irgedwann kann ich mir das sicherlich vorstellen.
JuFu:::online: Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und wünschen Ihnen für die nächste Saison viel Erfolg. 
Werden Sie uns weiter empfehlen?

Jan: Da ich das Interview natürlich groß verbreiten werde, hoffe ich euch damit schon einen gefallen zu tun ;). Ansonsten finde ich die Seite sehr hilfreich und werde sie auf jeden Fall weiter empfehlen. Hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich wünsche der Seite und euch als Team ebenfalls viel Erfolg für die neue Saison.

 

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11.08.2014

Eröffnung der Jugendfußballsaison am 17.08. beim HFV

 

06.01.2014

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