Thema des Monats

Ausdauertraining

Saisonvorbereitung - Teil 2


Im Fußball gibt es keine kontinuierliche Ausdauerbelastung, wie zum Beispiel beim Langstreckenlauf oder Radfahren. Positionswechsel, viele Sprints mit und ohne Ball und Zweikämpfe bestimmen die Belastung eines Fußballspielers. Daran kann sich der Fußballtrainer beim Ausdauertraining orientieren.


Welche Übungen sind geeignet?

Saisonvorbereitung-Fußball


Hierfür eigenen sich nicht nur Pass- oder Dribbelübungen, die nicht sehr intensiv, bei denen die Spieler aber ständig in Bewegung sind. Auf schnelle Richtungsänderungen oder Sprints wird fast vollständig verzichtet. Weiterhin sollten lange Spielformen angeboten werden, die durch aktive Pausen unterbrochen werden (Koordination, Ballbehandlung).

Pausen benötigen wir bei den Übungen kaum, es geht immer weiter, immer weiter.......... Über laufintensive Übungen schaffen wir die Ausdauer spielerisch.

Baue in die Abläufe immer wieder technische Ballfertigkeiten ein. Die Ballgewöhnung ist ein elementarer Baustein in der Saisonvorbereitung. Hierzu gehören auch Ballkoordinationsübungen, die immer wieder ins Training eingestreut werden. Auch hier legen wir großen Wert auf laufintensive Übungen.


Das Ausdauertraining mit Ball entspricht einem sehr umfangreichen Aufwärmtraining. Das Verletzungsrisiko im Training ist dabei sehr gering und ein zusätzliches Aufwärmen nicht erforderlich, beachte aber verletzungsanfällige Spieler. Vor dem eigentlich Training bieten sich zusätzliche Kräftigungsübungen an.

Verlange von deinen Spielern zwar eine korrekte Ausführung der Übungen, aber kein Temposteigerungen oder Explosivität.


Meistens sind nicht alle Spieler beim Start der Saisonvorbereitung dabei. Im Amateurbereich ist das zwar schade, aber kein Grund die verpasste Zeit für einzelne Spieler komplett nachzuholen. Allerdings sollten sie vorsichtig und individuell an den Fitnessstand der Mannschaft herangeführt werden.

Die Phase des Ausdauertrainings beträgt ca. 2 Wochen (siehe auch: Saisonvorbereitung - Fußball - Training - Teil 1). Biete in dieser Zeit zusätzliche Trainingseinheiten an und /oder verlängere die Trainingszeit.


Die Zeit, die für das Ausdauertraining geopfert wird, ist in erster Linie abhängig von der Spielklasse. Es sollte aber keinesfalls übertrieben werden, denn in unteren Spielklassen ist es wichtiger aus der Mannschaft ein "Team" zu formen und die spielerischen Fertigkeiten der einzelnen Spieler zu steigern, damit ein möglichst spielstarkes Team geformt werden kann. Große Fitness ist zwar wichtig, aber in den unteren Spielklassen ist noch viel Luft in der spielerischen Qualität, die meistens spielentscheidener ist.

Die Übungen sollten schnell erklärt sein. Dazu sind sie entweder bereits bekannt, einfach im Ablauf, du kannst gut erklären oder dein Team begreift schnell. Zeit für lange Erklärungen haben wir nicht, denn wir wollen die Pausen so kurz wie möglich halten.

Saisonvorbereitung - Fußball - Training - Teil 1

 

Altersklasse, Spielklasse, Team und Trainer

 

Der Start in die Saisonvorbereitung ist, insbesondere in den unteren Spielklassen, abhängig von der Ferienzeit.

 

Die Sommerferien sind in den Bundesländern völlig unterschiedlich terminiert und die Saison beginnt in den jüngeren Altersklassen deshalb zu völlig verschiedenen Terminen.

 

Es gibt keine Standard-Saisonvorbereitung

 

Saisonvorbereitung-Fußball
 

 

Die Saisonvorbereitung lässt sich nicht mehr in ein Schema pressen. Viele kennen die Vorbereitung noch als "Konditionsbolzerei" und als Qual für die Spieler. Häufig fordern die Spieler dies auch heute noch von einem "guten" Trainer, weil auch sie es nicht anders kennen.

 

Zur optimalen Vorbereitung gehören heute zum Beispiel die Grundlagenausdauer, Schnelligkeit, Aktionsschnelligkeit, Zweikampfschulung, Kombinationsspiel und nicht zuletzt Spielsysteme und die Integration neuer Spieler.

 

Das Thema "Saisonvorbereitung" hört sich deshalb einfacher an, als es in der Praxis ist. Einige Dinge sind zu beachten: Oft wird ein einheitlicher Ablauf dargestellt, den es so nicht mehr gibt. Nutze als Trainer die Zeit im Liegestuhl um darüber nachzudenken, wo die Reise hingehen soll und was für dein Team die optimale Saisonvorbereitung sein könnte.

 

Gleich vorweg: die klassische Vorbereitung auf die neue Spielzeit, hat in den Altersklassen bis einschließlich D-Jugend nichts zu suchen und darüber hinaus sind die Inhalte abhängig vom Leistungsvermögen (Spielklasse) des Teams. In der Senioren-Kreisliga macht eine Saisonvorbereitung die sich am Profifußball orientiert wenig Sinn.

 

Gerade in den jungen Jahren wird auf die Vorbereitung komplett verzichtet, hier gilt es Ausbildungsziele zu erreichen und eine intensive Saisonvorbereitung ist dabei verschenkte Trainingszeit.

 

Weiterhin ist zu analysieren, welche Anforderungen Seniorenspieler ans Fußballspielen haben. So können die Zielvorstellungen in den unteren Spielklassen bei den Teams sehr unterschiedlich sein. Diesen Wünschen muss der Trainer entgegenkommen und entsprechend planen.

 

Handelt es sich um eine reine "Spaßtruppe", aber der Trainer steckt voller Ehrgeiz und will deshalb eine intensive Vorbereitung, passen Team und Trainer nicht wirklich zusammen. Erkennt der Trainer nicht wie wichtig seinem Team der Erfolg und die darauf ausgerichtete Vorbereitung ist, dann passt es auch nicht.

 

Trainer und Mannschaft müssen die gleichen Zielvorstellungen und Visionen haben, nur dann wird die Trainingszeit bis zum Saisonstart optimal genutzt . Egal wie, wenn die Spieler oder der Trainer gefrustet in die Saison gehen, ist niemanden geholfen, ein glatter Fehlstart.

 

5-6 Wochen Saisonvorbereitung.... soweit die Theorie

 

Beginnen wir mit den Missverständnissen, die in der Literatur und im Internet immer wieder zu finden sind.

 

Idealerweise dauert die Saisonvorbereitung fünf bis sechs Wochen. 95% der Trainer können an dieser Stelle das Buch bereits zuklappen oder die Internetseite schließen.

 

Bei fünf bis sechs Wochen Dauer ist der Amateurfußball völlig überfordert. Ferien, Urlaub, Job, Familie und dazu drei- bis viermal in der Woche Training, welcher Spieler oder Trainer kann das durchziehen?

 

Der Trainer sollte immer, auch ohne spezielle Saisonvorbereitung, seinen Spielern deutlich mitteilen, was seine Ziel mit dem Team in der kommenden Saison sind. Die Rechte und Pflichten der Spieler werden dabei festgelegt. Bevor die Saisonvorbereitung beginnt, sollte eine gut vorbereitetet Teamsitzung stattfinden.

 

Hier wird den Spielern die Saisonvorbereitung erläutert und ein Plan mit Trainingszeiten und Inhalten verteilt.

 

Die Ziele der Saisonvorbereitung

 

Das die Ziele einer optimalen Vorbereitung völlig unterschiedlich sein können, wurde bereits beschrieben. Einige Ziele haben alle Teams und Trainer gemeinsam: topfit, leistungsstark und als einheitliches Team in die Saison starten.

 

Wie kann ich diese Ziele erreichen?

 

Im Kinderfußball ist es ganz einfach, denn hier wird nur die weitere Ausbildung der Spieler beachtet. Konsequentes Einhalten der Ziele ist erforderlich. Techniken, Koordination, erste Individual- oder Gruppentaktiken, Zweikampf oder Passspiel, je nach Altersklasse. Eine gesonderte Saisonvorbereitung ist hier nicht erforderlich.

Das Teambuilding gehört im Kinderfußball in die Vorbereitung und hierzu gehört auch die Integration neuer Kinder ins Team. Teambuildingmaßnahmen sind wichtige Bausteine für die Ausbildung von Teamplayern. Die Übungen gefallen den Kindern und dadurch fördern wir den Spaß am Fußballspielen.

 

In den älteren Jahrgängen spielt die körperliche Verfassung der Spieler eine große Rolle. Nach der fußballfreien Zeit, ist die Entwicklung der Fitness ein zentrales Ziel. Hierzu gehören nicht nur die Grundlagenausdauer, sondern auch die Schnellkraft, die Handlungsschnelligkeit und die koordinative Förderung des Bewegungsapparates. In die einzelnen Phasen der Vorbereitung gehören natürlich auch Testspiele, gegen unterschiedlich leistungsstarke Mannschaften.

 

Hinzu kommt das Formen eines Teams. Welche spielerischen Qualitäten haben die Spieler und wie forme ich als Trainer ein auf die Mannschaft angepasstes, starkes Spielsystem?

Wie im Kinderfußball ist es wichtig, ein "Team" zu formen, neue Spieler zu integrieren und das erreicht der Trainer nicht nur mit Fußballtraining. "Teambuilding" ist auch hier das Zauberwort.

Ohne „Schwestern“: Sophia, die Ausnahme der Alsterbrüder

 

Sophia Caterina G. Foto: SKN

Angefangen Fußball zu spielen hat Sophia G. bereits im Kindergarten, genau genommen vor siebeneinhalb Jahren. Im Verein spielte Sophia zunächst beim HEBC und seit einem Jahr nun an der Gustav Falke Strasse bei den Alsterbrüdern. Auf den dortigen Grandplatz kann sie aus dem Fenster Ihrer Wohnung schauen. Zwei Mal in der Woche trainiert sie hier und dazu noch regelmäßig in der U12 der Hamburger Auswahl.

 

 

Allerdings mit dem Unterschied, dass Sophia in der Auswahl nur mit Mädchen zusammenspielt. Bei den Alsterbrüdern ist sie eine Ausnahmeerscheinung, die einzige Amazone in der männlichen D-Jugend, dem Jahrgang 2002. Dort spielt sie mit den Jungs erfolgreich in der Kreisklasse. Den Unterschied zur Auswahl beschreibt sie ganz deutlich: „Jungs sind viel zu ballverliebt. Die geben immer erst im letzten Moment den Ball ab. In der Auswahl spielen wir mehr miteinander.“ 
Sophia besitzt dazu alle Anlagen. Sie bewegt sich perfekt und elegant mit dem Ball, beherrscht das Kopfballspiel, hat einen harten Schuss und zeigt dazu eine überragende Spielintelligenz. Auch Härte schreckt sie nicht ab. Im Gegenteil. Von den Jungs wird sie während des Trainings nicht geschont und das gefällt ihr. Ebenso geht sie unerschrocken in die Zweikämpfe. Viele Mädchen in ihrer Klasse spielen auch Fußball und für Sophia ist „die schönste Nebensache der Welt“ das Hobby Nummer eins. 
Obwohl ihr Vater, Nicolai G., der Meinung ist, dass Sophia im Handball noch talentierter zu sein scheint. Ihr Trainer Gunnar Hitscher, selbst Spieler in der Herren-Mannschaft der Alsterbrüder ist schwer begeistert von Sophias Spiel. 
Und so macht Sophias Talent nicht nur die Familie G. stolz. Auch der Erste Vorsitzende der Alsterbrüder, Jörg Heinsohn, freut sich riesig über Talente wie Sophia. Eine kritische Einschränkung merkt er jedoch an: „Wenn wir nicht bald einen Kunstrasenplatz bauen, kann der Verein FC Alsterbrüder Talente wie Sophia hier nicht halten. Wir sind rundherum umgeben von Vereinen mit viel besseren Anlagen.“ Die Entscheidung über den Bau soll bald fallen. 

SKN

"Friendship Hamburg-Chicago“

Die HFV 2000er-Junioren vor der Skyline von Chicago (Quelle: hfv)

Die HFV 2000er-Junioren vor der Skyline von Chicago (Quelle: hfv)

Die Junioren-Auswahlmannschaft des Jahrgangs 2000 des HFV kann auf eine tolle Reise zurückblicken. Vom 2. bis 11. August weilte die Mannschaft in der Partnerstadt Chicago. Dieser Auslandsaufenthalt, der im Rahmen eines Austauschprogramms mit dem Schwaben AC Chicago zum wiederholten Male stattgefunden hat, soll vor allem das Zusammenwachsen der Mannschaft und die persönlichen Entwicklung eines jeden Auswahlspielers unterstützen.

Unter der Leitung von Christian Okun wurde für die Delegation des HFV ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Im Mittelpunkt standen dabei die drei Vergleichsspiele gegen die Gastgeber, Chicago Magic und Chicago Fire. Das Trainergespann um Fabian Seeger bekam darüber hinaus die Chance, umfangreiche Trainingseinheiten und auch Taktikschulungen durchzuführen. "Wir haben hier die Möglichkeit zusammenhängende Einheiten zu trainieren. Die gemeinsame Zeit, die im Alltag des Spielbetriebs in der Heimat, in dieser Form nicht zur Verfügung steht, können wir so optimal nutzen“, sagte Seeger. Besonders herzlich wurden wir wieder von unseren Gastgebern begleitet. Gemeinsame Trainingseinheiten der beiden Mannschaften ließen die Berührungsängste der Kinder schnell verfliegen und der Family Day, bei dem die Auswahlspieler einen Tag in einer amerikanischen Familie verbrachten, wurde so zu einem unvergesslichen Erlebnis. Selbstverständlich gehörte auch ein Rahmenprogramm mit Besichtigungen der Navy Pier, dem Willis Tower und einer Bootsfahrt sowie offizielle Termine in der City Hall von Chicago und dem deutschen Konsulat dazu. Überall, wo die Mannschaft in den roten Trainingsanzügen mit der Aufschrift "Friendship Hamburg-Chicago“ auftauchte, wurden sie freundlich begrüßt.

Quelle:hfv.de

Sohn Lucas und Mehmet Scholl
Sohn Lucas und Mehmet Scholl

Sein Vater hat beim FC Bayern München längst Heldenstatus. Nun darf auch Mehmet Scholls Sohn Lucas zum ersten Mal Profiluft schnuppern. Weil Trainer Pep Guardiola aufgrund der anstehenden Länderspiele in Rafinha, Jan Kirchhoff, Diego Contento und Ersatztorwart Tom Starke nur vier Profis zur Verfügung stehen, ließ er die Verbliebenen zusammen mit acht Junioren aus der U19 trainieren. Einer von denen ist der 17-jährige Scholl.

Nach dem Training schwärmte der Youngster schon von Guardiola. "Er ist ein toller Trainer. Es ist etwas ganz Besonderes, mit ihm zu trainieren", sagte Scholl der "AZ".

Doch er musste auch feststellen, dass die Ansprüche im Profi-Bereich um einiges höher sind. "Hier herrscht ein anderes Tempo, die spielen Champions League", ergänzte er. "Man merkt, dass es ein Riesenschritt ist zu den Profis."

Tipps vom Star-Trainer

Das Training unter dem Star-Trainer scheint dem Nachwuchstalent schon etwas gebracht zu haben. Guardiola habe ihm einige "ganz einfache Tipps" gegeben, erklärte der junge Scholl später, nämlich "dass man den Ball mit links annehmen soll, wenn er 

Scholl, Jahrgang 1996, stieß im Sommer aus der U17 des FC Bayern zur A-Jugend. Im Mittelfeld des Teams von Trainer Marc Kienle absolvierte "Lu" in dieser Saison bereits vier Spiele, und auch in der UEFA Youth League, der Juniorenversion der Champions League, kam er für den Rekordmeister zum Einsatz.

Für die Zukunft plant Scholl den Sprung in die zweite Mannschaft: "Ich hoffe, bald noch öfter dabei zu sein. Aber das entscheidet Guardiola."

Was ist ein Kreuzbandriss?

Für viele Jugendspieler ist ein Kreuzbandriss der Horror, mit einem langen Weg zurück auf den Platz.

 

Was tut weh?

 
 
 
Bei einem Kreuzbandriss treten Schmerzen im Knie auf und das Knie schwillt an. Der Verletzte ist entweder gar nicht oder nur sehr unsicher in der Lage zu gehen und spürt deutlich, dass etwas gerissen ist.
 
 

Wie passiert es?

 
 
Ein Kreuzbandriss entsteht, wenn das Kniegelenk nach einer unglücklichen Landung beim Sprung oder bei einem plötzlichen abrupten Richtungswechsel verdreht oder geschert wird oder wenn einem jemand von hinten in den Unterschenkel tritt. 

Besondere Risikofaktoren für einen Kreuzbandriss sind Kälte, mangelnde Koordinationsfähigkeit und ein schwacher Beinmuskel.
 
 

Was dagegen tun?

 
 
 
Sofortmaßnahmen
 
Nach Auftreten der Verletzung ist es zu empfehlen das Knie möglichst ruhig zu stellen und sofort einen Arzt zu konsultieren.
 
 
Langfristige Behandlung
 
 
Der Arzt erstellt eine Diagnose durch eine Kernspinaufnahme oder eine normal Untersuchung des Knies. Bei einem Kreuzbandriss gibt es zwei Behandlungsmöglichkeiten, die konservative und die operative. Die konservative Behandlung besteht zunächst einmal aus Ruhe und anschließender Krankengymnastik zur Stärkung der Beinmuskulatur und Schulung der Koordination. 

Bei der operativen Behandlungsmethode wird das Kreuzband durch eine Sehne von der Kniescheibe oder aus der Kniekehle ersetzt. Anschließend folgen Rehamaßnahmen. Das Sport treiben ist erst nach mehreren Monaten wieder möglich.
 
 

Wie vermeiden?

 
 
 
Um einen Kreuzbandriss zu vermeiden, sollte man sich vorher ausgiebig aufwärmen. Außerdem sind Übungen für eine bessere Koordination und Stabilisation sowie eine gezielte Stärkung der Beinmuskeln empfehlenswert.

ABSEITS

 

Die Frage nach dem Abseits stellt sich in fast jedem Fußballspiel einmal.

Und sie ist nicht leicht zu beantworten. Aber versuchen wir es mal: Ein Spieler steht Abseits, wenn er in dem Moment, in dem ein Mitspieler den Ball zu ihm spielt:
 
 
in der Hälfte der gegnerischen Mannschaft ist
 
näher zur gegnerischen Torlinie ist als der Ball
 
und zwischen ihm und der Torlinie weniger als zwei Gegenspieler (inklusive Torwart) stehen.
 

Treffen alle drei Punkte zu, pfeift der Schiedsrichter und das Spiel wird unterbrochen. Es gibt dann indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft.

 

 
Nicht Abseits ist der Spieler übrigens, wenn er den Ball direkt aus einem Abstoß, einem Eckstoß
oder einem Einwurf bekommt. 

Ist der Schiedsrichter der Ansicht, dass der entsprechende Spieler weder das Spiel noch den Gegner beeinflusst und auch nicht versucht, aus jener Stellung einen Vorteil zu ziehen, dann wird die Position zu einer sogenannten passiven Abseitsstellung. Die ist nicht strafbar, d.h. das Spiel läuft weiter.

Eine wirklich schwere Regel, die sogar bei Profis häufig zu Fragen führt! Darum gilt auch
weiterhin: Abseits ist, wenn der Schiri pfeift!

Thema des Monats Oktober

Die 4er-Abwehrkette

Das ballorientierte Verteidigen innerhalb einer Viererabwehrkette eröffnet einer Mannschaft Möglichkeiten, die in dieser Art nie mit einer manndeckenden Verteidigung zu realisieren wären. Durch seitliches Einrücken in Richtung des ballführenden Gegners und durch Vorrücken der Abwehrreihe wird eine sogenannte Pressingzonegeschaffen. Dies führt zu einer Überzahlsituation in Ballnähe. Entfernt postierte Gegner werden nicht mehr direkt gedeckt, sondern lediglich der Passweg zu ihnen blockiert (Gegner in den Deckungsschatten stellen). Der Ballführende kann auf diese Weise gezielt von mehreren Spielern attackiert werden ohne den Absicherungsgedanken zu vernachlässigen. Bei einer daraus resultierenden Balleroberung ist ein geordneter Spielaufbau möglich, da sich viele Anspielstationen in Ballnähe befinden.

Folgende Hauptvorteile ergeben sich durch ein ballorientiertes Verteidigen:

  1. Gegner vom Tor ferngehalten
  2. Überzahl in Ballnähe
  3. Passwege sind zugestellt

Diese Vorteile können wie folgt erreicht werden:

  1. Befindet sich der ballführende Gegner weit in der gegnerischen Hälfte, so rückt die Abwehr bis auf ca. 10 Meter an das Mittelfeld heran und das Mittelfeld ist wiederum nur ca. 10 Meter von den Angreifern entfernt. So wird um einen möglichen Anspielpunkt des Gegners ein kompakter Mannschaftsverband gebildet. Sollte dieser vom Gegner versucht werden mit einem langen Flugball überspielt zu werden, so sichert der Torwart seine Mitspieler durch ein hohes Stellungsspiel ab. Die Viererabwehrkette befindet sich somit selten tiefer als 25 Meter vom ballführenden Gegner entfernt. Erst wenn der Gegner in Tornähe kommt, versucht man den Mannschaftsverband noch kompakter zu gestaltet, indem die Abwehrspieler so lange wie möglich versuchen einen sicheren Abstand von ca. 22 Meter zum eigenen Tor zu halten. Aus dieser Entfernung besteht in der Regel durch einen Distanzschuss keine direkte Torgefahr.
  2. Die Mannschaft erwirkt durch den kompakten Mannschaftsverband eine Pressingzone um den angespielten Gegner herum. Ein kompakter Mannschaftsverband wird durch seitliches Einrücken der Außenspieler und dem Aufrücken der Defensive Richtung Ball erzielt. So ist es möglich den ballführenden Gegner von allen Seiten effektiv zu attackieren. Mögliche Anspielstationen des sich in der “Klemme” befindlichen Spielers sind aufgrund des Stellungsspiels einer ballorientierten Verteidigung zugestellt. Aufgrund der Überzahl in Ballnähe ist eine kontrollierte Balleroberung möglich, und die vielen erreichbaren Anspielstationen ermöglichen einen aussichtsreichen Gegenangriff.
  3. Aufgrund des kompakten Mannschaftsverbandes wird dem Gegner die Möglichkeit eines sicheren Passspiels genommen. Entfernt postierte Gegner werden nicht direkt gedeckt, sondern lediglich die Passmöglichkeit zu ihnen zugestellt. So erfüllen die Spieler zwei Ziele auf einmal: Der entfernt postierte Gegner kann nicht angespielt werden und durch das ballnahe Stellungsspiel wird der Mitspieler bei der Balleroberung unterstützt. Gerade der gefährliche Gassenpass im Rücken der Viererabwehrkette wird durch die ständige Staffelung der Abwehrkette und der guten Abdeckung der kompletten Spielfeldbreite (vier anstatt drei Spieler wie beim Liberospiel) verhindert. So wird der Gegner zu ungefährlichen Quer- und Rückpässen gezwungen, die mit etwas Geduld abgefangen werden und dann zu einem Gegenangriff führen.

Befindet sich die Viererabwehrkette weiter als 22 Meter vom Tor entfernt und ein Gegner dribbelt auf sie zu, so weicht sie bis auf den sicheren Abstand zurück und versucht sich, falls sie ungeordnet ist, sich wieder zu ordnen. Befindet sich der ballführende Gegner dann im Zentrum, so rückt der ballnahe Innenverteidiger zum Ball vor und bildet zusammen mit den anderen Abwehrspielern ein sogenanntes Abwehrdreieck. Der vorgerückte Innenverteidiger wird von zwei Abwehrspielern in der Tiefe abgesichert und der dritte Abwehrspieler stellt den Passweg in die Tiefe zu. Befindet sich der ballführende Gegner am Flügel, so bilden die Abwehrspieler eine sogenannte Abwehrsichel. Der ballnahe Außenverteidiger übt Druck auf den Ball aus und die anderen drei Abwehrspieler rücken Richtung Ball ein und sichern den druckausübenden Mitspieler in der Tiefe ab.

Beim ballorientierten Verteidigen ist das gegenseitige Coachen unerlässlich. Die zentralen Spieler geben die Kommandos, wer auf den Ball Druck ausüben soll. Es muss sichergestellt werden, dass immer nur ein Spieler vorrückt und die anderen drei Abwehrspieler in der Tiefe absichern. Wird nicht kommuniziert, kann es passieren, dass entweder kein Spieler Druck auf den Ball ausübt oder gleich zwei Richtung Ball stoßen und somit einen Passweg Richtung eigenem Tor für den Gegner öffnen. Grundsätzlich gilt im Fußball, dass die zentralen Spieler besonders viel coachen müssen, weil sie Mitspieler auf beiden Seiten von sich haben. Zusätzlich sollten die hinteren Spieler noch die Vorderen coachen, weil sie eine umfangreichere Spielübersicht besitzen.

Thema des Monats August/September

Gewalt im Jugendfußball"Der Erfolgsdruck ist sehr groß"

Im Amateursport und besonders im Fußball nimmt die Gewalt immer mehr zu. Trainer Ralf Klohr will diesen Entwicklungen mit der FairPlayLiga für Kinder und Jugendliche entgegenwirken und setzt auf mehr Eigenverantwortung, wie er im Interview mit WDR 5 erklärt.

Drei Amateur-Fußballspieler stehen ab Mittwoch (29.5.2013) in den Niederlanden vor Gericht. Anfang Dezember hatten die B-Jugendlichen den ehrenamtlichen Linienrichter Richard N. (41) nach einem Spiel tödlich verletzt, weil sie mit einigen Entscheidungen nicht einverstanden waren. Auch in Deutschland wird im Sport und besonders im Fußball eine Zunahme der Gewalt beobachtet. Amateurtrainer Ralf Klohr ist Initiator der FairplayLiga für den Kinder- und Jugendfußball sowie Mitglied im Arbeitskreis Fairplay des Deutschen Fußball-Bundes.

 

WDR 5: Halten Sie einen Fall wie in den Niederlanden auch in Deutschland für möglich?


Ralf Klohr: So ein Vorfall ist sicher die Spitze des Eisberges, aber entsprechende Situationen gibt es einige.


WDR 5: Wie kommt so etwas denn zustande? Eigentlich sollen sich Kinder und Jugendliche doch auf dem Platz sportlich abreagieren.


Klohr: Das machen sie sicherlich auch. Aber in den vergangenen 20 Jahren hat sich viel verändert. Der Erfolgsdruck und die Sehnsucht danach ist schon sehr groß.

 

WDR 5: Und damit haben dann auch die tätlichen Angriffe zugenommen?

 

Klohr: Ja, und vielleicht hat es auch damit zu tun, dass die Werte bei den heutigen Jugendlichen andere sind als früher. Die Vorbilder sind andere, von den Jugendlichen wird nicht mehr so viel Verantwortung verlangt. Das lernen sie auch nicht mehr so richtig. Dazu kommt, dass sie gerade in der B-Jugend in das Alter der Pubertät kommen und dann oft die Balance verlieren.

 

WDR 5: Aber das ist keine Rechtfertigung, jemanden totzuschlagen.

 

Klohr: Absolut nicht. So etwas darf auch nie mehr passieren.

 

WDR 5: Woher kommt denn die Aggression, auch von den Eltern am Spielfeldrand?

 

Klohr: Im Kinderfußball ist das wohl so. Aber im Jugendfußball sind die Eltern meist nicht mehr dabei, und aus den Kindern sind Jugendliche geworden. Die fühlten sich in dem Fall in den Niederlanden durch eine Entscheidung ungerecht behandelt und haben dann unverhältnismäßig selbst gehandelt.

 

WDR 5: Was haben Sie für Strategien entwickelt, um das gar nicht erst eskalieren zu lassen?

 

Klohr: Wir müssen ganz klar trennen zwischen Kinder- und Jugendfußball. Bei den Kindern sind es die Eltern, die Aggression reinbringen. Da fahren wir die Strategie, das Spiel bei den Kindern zu belassen, möglichst unbeeinflusst von außen. Es soll einfach frei und mit Spaß gespielt werden, die Eltern werden dabei ein Stück auf Abstand gehalten werden. Das Gefühl ist dann einfach ein ganz anderes, wenn man mal ein paar Meter entfernt bleibt. Dann wird nicht mehr so viel Einfluss genommen, die Kinder sind unbelasteter.

 

WDR 5: Wie gehen Sie mit den Jugendlichen um, wo die Aggressionen von den Spielern ausgehen?

 

Klohr: Da geht es nur über den Weg, dass die Jugendlichen Verantwortung übertragen bekommen. Im Jugendfußball ist es so, dass ein Schiedsrichter auf dem Platz den Spielern alle Entscheidungen abnimmt. Da kann dann eine falsche Entscheidung dabei sein, und wenn die Emotionen hochkochen, kommt es zu Eskalationen. Das wäre nicht so, wenn die Spieler im Entscheidungsprozess mitwirken würden.

Anzustreben ist, dass alle auf dem Platz in der Verantwortung stehen. Die Spieler müssen den Schiedsrichter unterstützen, also zum Beispiel dort, wo er sonst chancenlos ist: an den Außenlinien. Dort können die Spieler die Entscheidungen selbst treffen. Da herrscht dann ein anderer Gedanke, nicht der Aggressionsgedanke.

 

WDR 5: Müssen Sie im Sport und im Fußball das reparieren, was derzeit in der Erziehung und der Gesellschaft falsch läuft?

 

Klohr: Das ist ein frommer Wunsch. Wir sind sicherlich damit konfrontiert, denn beim Fußball zeigt sich die Gesellschaft, da sind alle dabei. Wir können es nicht reparieren, aber wir können mithelfen. Denn tatsächlich liegt auch dabei die "Wahrheit auf dem Platz", die Verantwortung liegt bei den Spielern und beim Schiedsrichter. Wenn die sich die Verantwortung teilen, wird sich alles entschärfen.

 

WDR 5: Wie sind Ihre Erfahrungen bisher mit der FairPlayLiga? Funktioniert das in Deutschland oder befürchten Sie, dass wir einen Fall wie in den Niederlanden auch erleben müssen?

 

Klohr: Den hätten wir schon erleben können, zum Glück ist es noch nicht passiert. Es gab schon mal Verletzte bei uns, in den Niederlanden ist der Linienrichter gestorben. Das ist in jedem Fall ein Alarmsignal für uns.

 

WDR 5: Sehen Sie vor dem Hintergrund dieser Liga denn Entwicklungen, dass es so nicht passieren wird, weil rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen wurden?

 

Klohr: Ich würde es mir nicht anmaßen zu sagen, dass die FairPlayLiga so etwas verhindern kann. Aber logischerweise transportiert sie die Botschaft zu den Eltern, Trainern und Kindern. Denn in dieser Liga lernen die Kinder, selbst zu entscheiden. Wenn man das logisch fortsetzt und in den Jugendfußball transportiert, werden sich die Gedanken daraus sicherlich erfolgreich übertragen lassen.

Quelle: 

http://www1.wdr.de

Das Interview führte Jörg Brunsmann im WDR 5 Morgenecho vom 29.05.2013.

Thema des Monats Juli

Talentförderung hierzulande nur Momentaufnahmen?

Fußball ist zweifelslos die Sportart Nummer eins. Wie aber wird der Nachwuchs gesichtet? Viele Vereine haben dafür ihre Talenttage, oder laden zum Probetraining ein. Dabei nicht zu vergessen ihre Scouts, die überall dort auftauchen, wo sie Fußballtalente vermuten. Deutschland-weit wird gesichtet, was das Zeug hält - ab der C-Jugend auch schon europaweit. Gladbach hat in München seinen Scout sitzen, wie andere bayerische Vereine beispielsweise in Berlin. Ein flächendeckendes Scoutingnetz ist so entstanden.

Eigentlich dürften hier keine Talente mehr durchs Raster fallen. Aber genau hier ist der Trugschluss. Es wird nämlich nach Sympathie und Antipathie gesichtet. Eigentlich müsste Empathie bei der Auswahl von Talenten vorherrschen. Empathie kann man am besten nach einer indischen Redensart verstehen, „in den Mokassins eines anderen gehen“ – was soviel heißen soll „Urteile nie über einen anderen, bevor du dich nicht in seine Rolle einfühlen kannst, beziehungsweise seine Perspektive und Begabung kennst. Außerdem wird darunter die Fähigkeit verstanden, auf andere Werte und Normen einzugehen. Fehlt Empathie bei der Talentsichtung im Verein oder Verband fallen reihenweise Talente durchs Fußballraster.  Nur so ist es zu verstehen, dass gerade jetzt im Jugendfußball wieder für die kommende Saison massiv gesichtet wird. Was heißt: Talente werden reihenweise aussortiert. 

Auffangnetz für aussortierte Spieler nicht vorgesehen

Es wäre jedoch ein Leichtes diese Spieler in einer Art „Aufbauteam“ zu stecken und die Entwicklung der einzelnen Akteure abzuwarten. Daran haben die wenigsten Vereine Interesse, was eigentlich unverständlich ist, den sie stehen in der Verantwortung. Andere Praxis bei Red Bull Salzburg, der mit Nachbarvereinen zusammenarbeitet, und dort seine Spieler abstellt. Sie werden weiter beobachtet und später oft zurück geholt. Jugendliche entwickeln sich unterschiedlich, zudem haben wir eine nicht günstige Alterseinteilung im Jugendfußball, die Frühgeborene der ersten Jahreshälfte oft bevorzugt. Was bleibt ist Eigeninitiative. Eltern müssen versuchen auf privaten Ausbildungswegen ihrem talentierten Sprössling eine gute Fußballausbildung teilwerden zu lassen.

Anforderungen an Juniorenfußballer emens

„Wir suchen immer nach Talenten“ hört man den Jugendscout in der Runde sagen. „Der ist wirklich talentiert“ sagt der Trainer über seinen Schützling. Aber was bedeutet eigentlich „talentiert sein“? Wie kann Talent erkannt und der jeweilige Juniorenspieler richtig eingeschätzt werden? 

Betrachtet man E-Jugend-Spieler wie Markus (9), liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf dem Umgang mit dem Ball. Wie sauber ist seine Pass- und Schusstechnik. Welche Tricks und Finten beherrscht er. Und vor allem beherrscht er diese Techniken mit beiden Füßen oder hat er nur einen starken Fuß. Darüber hinaus kennzeichnen seine Bewegungsabläufe seine Fähigkeiten. Je nachdem wie rund, ökonomisch und schnell seine Bewegungen sind, lässt sich deutlich auf seine Koordination und Schnelligkeit schließen.  Um dieses Niveau überhaupt erreichen zu können, braucht es eine gute Gesamtausbildung und dies bereits ab der F-Jugend mit sechs- oder sieben Jahren.

Bei Jonas (12), sieht das als D-Jugendlicher schon wieder etwas anders aus. Fertigkeiten am Ball und ein entsprechendes körperliches Niveau bezüglich Koordination und Schnelligkeit sind zwar relevant, werden aber in diesem Alter in einem gewissen Maß vorausgesetzt. Jonas muss in seinem Alter zusätzlich eine gewisse Spielintelligenz besitzen. Übersicht, Verhalten bei Ballbesitz, Verhalten in der Rückwärtsbewegung. Taktisches Verhalten individuell und im Team spielen ebenfalls in seiner Bewertung eine wichtige Rolle. Die Fertigkeiten, die Markus besitzt, muss Jonas bereits größtenteils beherrschen und im Spiel anwenden können.  Taktisches und spielerisches Verhalten kann er so erst entsprechend umsetzen.

Das mit der Schnelligkeit ist so eine Sache

Gerade individuelle Fähigkeiten wie Schnelligkeit kennzeichnen einen talentierten Fußballer. Die grundsätzlichen Voraussetzungen dieser Komponente sind aber bereits angeboren und  können nur in bestimmtem Maße trainiert werden. So hebt sich ein Spieler mit sehr guter Grundschnelligkeit bereits von manch anderem ab. Aber reicht alleine Schnelligkeit schon aus, um talentiert zu sein?

Sportali denkt, es gehört mehr zum talentierten Fußballer. Gute koordinative Fähigkeiten im Sinne von runden, vielseitig flüssigen Bewegungen und eine gute, beidfüßige Ausbildung am Ball bilden die Basis, auf der später aufgebaut wird. Dementsprechend früh müssen sie fundiert und vielseitig ausgebildet sein. Keine Rolle bei der Talentsichtung spielen Ausdauer und Kraft, da beide Fähigkeiten in jungem Alter noch kaum relevant sind und erst ab der Pubertät leistungsrelevanter Faktor werden. Darüber hinaus lassen sich diese Fähigkeiten auch später problemlos trainieren und aneignen.

Mit Verantwortung sorgsam umgehen

Wie kann man die beschriebenen Kriterien in einem Fußballspiel über 90 Minuten endgültig beurteilen? Oder in einer Sichtung? Gerade bei einmaligem Beobachten von Nachwuchskickern lassen sich nur Tendenzen der einzelnen Fähigkeiten erkennen.

Schnelligkeitsvoraussetzungen lassen sich noch mit am deutlichsten erkennen. Anders sieht es bei technischem Können, Spielübersicht und Bewegungsabläufen aus. Wie stabil und grundsätzlich gut ausgebildet dieses Können bei einem Spieler ist, lässt sich nur über mehrfaches Sichten und Beobachten wirklich beurteilen. Nur so kann man ein Tageshoch von einem wirklichen Talent unterscheiden.

Tagesform, Laune, Ehrgeiz und vor allem der Druck können Spieler in ihrem Können stark beeinflussen und so den besten Spieler abschnittsweise eine ganze Klasse schwächer aussehen lassen.

Ein schmaler Grat für einen Scout, der wohl eine Mischung aus sehr geschultem Auge und hellseherischen Fähigkeiten besitzen muss.  Auf keinen Fall sollte der Fehler bemacht werden  nach 90 Minuten ein abschließende Beurteilung abzugeben. Sportali ist der Auffassung ein wahres Talent muss mehrfach und über einen längeren Zeitraum beobachtet und damit gesichtet werden. Natürlich Ausnahmen bestätigen die Regel, aber von Ausnahmetalenten war hier nicht die Rede, da sie eben zu selten auftreten.

Quelle: http://www.sportali.de

Thema des Monats Juni

Ausbildungsweg im Jugendfußball eine Sache des Blickwinkels

Die heutige Frage ist: Was will ich mit meinem Hobby "Fußball" eigentlich erreichen? Will ich Bewegung und an der frischen Luft sein, um somit Ausgleich für die Wohnzimmercouch samt Schulstress zu bekommen? Dann reichen ein paar Jungs, eine grüne Wiese und ein Ball. Und los kann es gehen. Reinen Straßenfußball gibt allerdings kaum mehr hierzulande, denn meistens wird daraus nicht selten ein soziales Projekt. Da ist beispielsweise „bunt kickt gut,“ was kein Straßenfußball im herkömmlichen Sinne entspricht, denn auch dort sind mittlerweile gut ausgebildete Trainer zu Gange. Zum Beispiel in München, der studierte Lizenztrainer Davor Mucic, der in seiner Freizeit versucht, Talente aus familiären Brennpunkten zu Großvereinen zu bringen. Einige von ihnen spielen mittlerweile beim SC Fürstenfeldbruck, wo Mucic bis zum Ende der Saison die U17 des SC FFB trainiert.

Ein Umdenken würde neue Karrieren ermöglichen

Wer aber kein Lotteriespiel betreiben will und eine solide Fußballausbildung genießen möchte, die noch dazu für das spätere Leben vorbereitet, der muss wohl einen anderen Weg einschlagen. Wobei diesen jungen Kickern viel abverlangt wird. In unserer Gesellschaft, wo „Schein“ mehr ist als „Sein“, oder anders gesagt: Heutzutage schneller, höher und immer mehr weitaus gefragter ist als Durchschnittlichkeit. - Da ist es fast eine logische Konsequenz, dass man schnellen Erfolg anstrebt. Nachhaltigkeit ist  somit Fehlanzeige. Wer heute Durchschnitt ist, wird in unserer Gesellschaft  kaum gefragt sein.  Bereits im Schulalltag müssen Schüler überdurchschnittlich gute Noten bringen, um einen Übertritt in eine höhere Bildungsstätte zu schaffen. Die Note "3" ist das zwar eine befriedigende Duchschnittsnote, reicht aber nicht aus, um erfolgreich ins Leben zu starten,d. h. - Auf eine höhere Schule gehen nur Kinder mit besseren Noten, darum  bloß nicht in der Schule versagen! Die Angst,  mein Kind könnte es nicht schaffen ist einfach zu groß. Eltern geben darum den Leistungsdruck an ihre Kinder weiter. Wie ist es aber im Jugendfußball? 

Erzeugt hohe Erwartungshaltung unnötigen Druck bei Fußballjugend ?

Diese Erwartungshaltung  ist auch hierzulande im aktiven Fußball nicht aufzuhalten.  Wobei die eigenen Eltern oft nicht unproblematisch bei der Weiterentwicklung ihrer Kinder sind. Hierfür werden wir eine eigene Reportage in Kürze hier veröffentlichen.

Also Talent alleine scheint im Jugendfußball nicht auszureichen, sondern vielmehr ist der Vorsprung gegenüber Gleichaltrigen entscheidend. Gefördert werden nämlich selten Kinder, die großes Talent mitbringen, um sie behutsam und individuell aufzubauen.  Dafür ist die Talentförderung hierzulande einfach nicht ausgerichtet.  Es geht vielmehr um Aufstieg, Ligaerhalt und Siegen. 

 

Betrachten wir heute also die sogenannten "Talentsichtungstage der Großvereine". Nicht selten kommen Hunderte von Kindern, die allesamt dem Traum vom Fußballprofi träumen. In zwei bis drei Stunden ist dann alles vorbei. Maximal 5-10 Kinder werden dann noch einmal zum Probetraining eingeladen, alle anderen gehen enttäuscht nach Hause. Darunter auch so manch große Talente. Warum ist das so?  Die Antwort liegt klar auf der Hand: Die Kinder werden nicht sportübergreifend getestet. Es wird nicht auf ihr Potenzial geschaut, sondern nur auf den aktuellen Leistungsstand. Nur so glauben viele Lizenzvereine den Ansturm von interessierten Nachwuchsspielern handhaben zu können. Das Zauberwort für eine Lösung heißt Logistik.

Wie wird eine überdurchschnittliche Fußballbegabung erkannt?

Eine aussagefähige Sichtung sollte sich auf mehrere Tage hinziehen, da Kinder nicht an jedem Tag gleich gut drauf sind. Das ist schon mal die Grundvoraussetzung. Manche jungen Spieler können mit Nervosität besser umgehen, als so manch anderer. Andere Kinder schauen sich erst einmal die neue Umgebung an. Fühlen sie sich dann wohl, können sie ihr Potenzial abrufen.  Massentraining unter Leistungsdruck wird niemals ein zufriedenstellendes Ergebnis liefern.

Wohin geht der Trend ?

Moderner Fußball ist nicht nur Technik mit dem Ball. Es ist vor allem ein Laufsport. Aber bitte welcher Verein hat reines "Lauftraining" im Programm, so wie ausgefeilte Koordination und Schnelligkeitstraining. Alle drei Punkte zusammen sind aussagefähig um einen Spieler ein gewisses Talent bescheinigen zu können. Übrigens: FC Zürich hat eine eigene Laufschule für seine Akademiespieler entwickelt! Möchte ich also Talente fördern, muss ich mehr als Spielverständnis und Balltechnik anschauen. Hinzukommt bei einer Sichtung müssen die besten Trainer eingesetzt werden. Erst mit ihrem großen Erfahrungsschatz können Sie neben den Auswertungsbögen die richtigen Rückschlüsse ziehen. Schnell bemerkt man, eine Sichtung ist aufwendig und kein einfaches Gebiet. Nur wo findet ein Umdenken statt und wird ein Talent ausführlich begutachtet? 

Talente richtig fördern

Wird mit so einer gewissenhaften Talentsichtung wie beispielsweise  im Sportali Juniore Team vorgegangen, müssen in Stufen weitere Testverfahren eingeführt werden. In den Folgejahren muss Schnelligkeit, das innere Auge, schnelles Umdenken und Spielübersicht ausgewertet werden, um so Auskunft über den sportlichen Ist-Zustand zu bekommen. Nur so kann man an  Defiziten individuell arbeiten. Gruppentraining wird erforderlich. Dies betreiben schon seit einiger Zeit sehr erfolgreich die Junglöwen des TSV 1860 München. Federführend hat A-Lizenz- und Förderplantrainer Ulf Dybilasz  in Zusammenarbeit mit Jugendleiter Roy Matthes von den Junglöwen erkannt, dass man individuell mit den Spielern Ziele erarbeiten muss. Nicht ohne Grund  wird seit Jahren TSV 1860 München für ihre hervorragende Jugendarbeit ausgezeichnet. Allerdings haben auch sie Mentalförderung noch nicht für ihre Spieler entdeckt. Vielleicht ist man ja der Meinung, sie nicht zu brauchen? Für neue Wege braucht es Mut, denn anfangs wird man oft Häme einstecken müssen. Das war fast immer so. Denkt man nur beim Skispringen an die Einführung des V-Stils, den die Konkurrenz anfangs nur abfällig belächelte. Heute spingen alle so. Oder denken wir an andere Neuerungen in der Leichtatlethik. Wer neue Wege gehen will muss davon überzeugt sein und braucht ein dickes Fell. Nur dann kann man wirklich etwas bewegen!

Quelle: http://www.sportali.de

Thema des Monats Mai

Wie werden Fußballtalente hierzulande gesichtet?

Sören, die Nummer 5 der Eintracht Frankfurt, ist mit seinen zwölf Jahren bereits 1,79 m groß und überragt mit ein bis zwei Kopflängen manche Mitstreiter. Wobei er bei den Frankfurter Adlern in bester Gesellschaft ist, denn diese Team besticht durch meist überdurchschnittlich großgewachsene Mitspieler. Sören steht also stellvertretend für die derzeitige Sichtungspraxis mancher Vereine nicht nur in Deutschland, denn auch Österreich mit Red Bull Salzburg zieht jetzt beispielsweise nach. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Große Jungs bringen mehr Körpergewicht auf die Waage. Ihr Schrittlänge sind oft doppelt so lang, wie die ihrer gleichaltrigen Mitstreiter, um nur einige Vorteile zu erwähnen.

Sichtung mit Maßband und Waage

Zurück zu Sören - er spielt bei den Adlern erfolgreich in der Abwehr. Dort hat er natürlich die Lufthoheit. Sören gehört zu jenen Spielern, die Diskussion über Körpergröße im Jugendfußball immer wieder entfacht. Ändern tut sich allerings nichts. Woran liegt das? In Deutschland wird zwar regelmäßig diskutiert darüber, aber die Verantwortlichen rührt das wenig?

Ist es Neid, Zufall oder was steckt dahinter, wenn sich diesbezüglich Unmut breit macht? Interessant sind die Auswahlkriterien für Nachwuchs-talente sowieso, hauptsächlich die der Lizenzvereine, die im Jugendbereich in den obersten Ligen vertreten sind? Sind es Schnelligkeit, Technik und Spielübersicht oder ist ausschlaggebend die Größe eines Spielers? Beleuchten wir Letzteres einmal näher.

Für Herta BSC Berlin sind Zentimenter ausschlaggebend

Spitzenreiter beim Einsatz von überdurchschnittlich großen Jungs ist nicht die Eintracht Frankfurt.  Nein, Herta BSC Berlin steht derzeit in vorderster Front. In ihren Reihen werden nämlich überwiegend auffallend große Burschen im unteren Jugendbereich eingesetzt. Dies wirft die generelle Frage auf: Sichten manche Vereine nur mit Maßband und Waage? Zweite Frage: Wird im Jugendbereich wegen Sieg um jeden Preis der Nachwuchs alleine auf Körpergröße, anstatt auf Veranlagung, die behutsam aufgebaut werden sollte, reduziert? Der FC Bayern beispielsweise geht derzeit etwas in die andere Richtung. “Unsere U13 gehört eher zu den kleineren Mannschaften berichtet Cotrainer Ringo Taube noch vor einiger Zeit. „Wir haben dafür exzellente Techniker in unseren Reihen, die wir weiter aufbauen wollen.“
Bei dem Nachbarverein aus München den Junglöwen von TSV 1860 1860 hält derzeit vermehrt der Trend zum großen, athletischen Spieler Einzug.

Setzt sich im Nachwuchsfußball die Meinung durch: Große Spieler sind gleichzeitig die besseren Fußballer?  Und bleiben so kleine Fußballtalente auf der Strecke? Von dieser Strömung will sich das Sportali-Juniorteam nicht anstecken lassen.

Individuelle Fußballförderung gefragt

Ohne Frage, es ist absolut legitim große Spieler einzusetzen. Werden größere Spieler aber eingesetzt, weil sie die besseren Fußballer sind, oder werden sie von ihren Vereinen wegen körperlicher Vorteile für den schnellen Teamerfolg benutzt? Und wird mit dieser Praxis im Umkehrschluss anderen Talenten die Möglichkeit zur Förderung genommen? Das würde heißen: Nicht was aus dem Potenzial eines Spielers herauszuholen wäre, interessiert, sondern was bringt er für den momentanen, schnellen Erfolg. Überlegen sich Vereine, was der Nachwuchs dereinst für ein Können in die erste Herrenmannschaft mitbringen muss, oder wird wieder nur darauf geschielt, mit welchen Pokalen man rechnen kann? Eigentlich sollte individuelle Förderung das Zauberwort sein. Wenn den Verantwortlichen bewusst ist, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr, werden die ganz großen Jahrhunderttalente wie „Kaiser“ Franz Beckenbauer gefördert und damit entdeckt. Jetzt haben die Verantwortlichen die Chance, nicht ausschließlich dem Erfolg nach zu hecheln, sondern mehr Wert auf Aus- und Fortbildung zu legen. Eine breitere, gut ausgebildete Basis, erhöht die Chance mehr Spitzenfußballer hervorzubringen. Bei vielen Verein hat bereits ein Umdenken begonnen. Neue Ausbildunsgwege werden ausgearbeitet (Sportali berichtete). Einer davon: Speedtraining mit Life Kinetik.  Wird erfolgreich in München angeboten, um junge Fußballer voran zu bringen (www.speedclub-muenchen.de). Torwart Manuel Neuer, oder Jürgen Klopp mit seiner Mannschaft Borussia Dortmund haben es bereits ausprobiert.  Fazit: Life Kinetik macht Spaß und trainiert gleichzeitig das Gehirn von Nachwuchsspielern!

Quelle: http://www.sportali.de

 

Welches Video auf jufu.tv by wskfan, findet ihr am besten?
Video 1
Video 2
Video 3
Video 4
Video 5
Video 6
Video 7
Video 8
Video 9
Ergebnisse

11.08.2014

Eröffnung der Jugendfußballsaison am 17.08. beim HFV

 

06.01.2014

Sönmez Markt Hamburg
Sönmez Markt Hamburg
Real Madrid Fußballschule Deutschland
Real Madrid Fußballschule Deutschland
Website powered by Jimdo Friends
Website powered by Jimdo Friends